Julie Paradise

Countdown

— geschrieben von julieparadise @ 18:31

Düüüt, düüüüt, wir unterbrechen das Programm für eine wichtige Durchsage:

Stellt schonmal den Sekt kalt, legt die Füße hoch und wärmt die Maus an!

10 ... 9 ... 8 ... 7 ... 6 ... 5 ... 4 ... 3 ... 2 ... 1

www.julieparadise.de !!!

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Kommentare (feed)





schuh-bi-du

— geschrieben von julieparadise @ 11:07

Lieber r0ssi, vielleicht hilft Dir ja ein weiteres Urlaubsschuhbild, die Malaise zu überwinden? Allein am Strand ist eh langweilig ...





Sonntagsbräsigkeit

— geschrieben von julieparadise @ 14:39

Sonntags kann man prima auf die Wiese radeln, die Sonne genießen, auf der Decke dösen, vielleicht ein, zwei Seiten in einem Roman schmökern, zu faul sein zum Umblättern und dann wegnicken.
Noch mehr Spaß macht sowas aber an einem Montag!



Sommer!

— geschrieben von julieparadise @ 08:34

Sonne!

30°!

Wackelpudding zum Frühstück! Wackelpudding!

Und das Beste: Urlaub!





..........

— geschrieben von julieparadise @ 19:15

90DD?

4! haha!

3! ha!

5! 6! 7! 8! 9! 10!





Wenn ich twittern würde,

— geschrieben von julieparadise @ 18:26

würde ich jetzt twittern, daß ich gerade (Blatt)Salat esse, und dazu die essentielle Frage stellen: "Kann man Salat auch in Würde essen?"

Da ich aber nicht twittern tu, sondern vorm Rechner hocke und meine Tastatur vollsprötze, tipp ichs einfach ein. Macht ja auch Spaß, und die Tasten passen besser zu meinen Wurstfingern als die kleinen Handyknöpfel.

Nachtrag: Ich würde außerdem aus aktuellem Anlaß twittern, daß Menschen aus Hamm wohl so richtig cool sein müssen, ich beneide sie, denn sie sind alle Hammer!





Endlich mal 'ne Anhalterin?

— geschrieben von julieparadise @ 12:52

Also, der Anhalter wäre schon ein Mann, eigentlich, denn der der anhält, ist ja doch der Fahrer. Warum das aber so seltsam umgebogen wurde im Sprachgebrauch, und nun der, für den angehalten wird, der Anhalter sein soll? Versteh einer die Welt! Ich bin ja mal getrampt, mir einer Freundin, zwei achtzehnjährige Mädels auf dem Weg zum Roskilde-Festival, angekommen sind wir dort nie, bis Hamburg aber hat's gereicht, immerhin, dann wurde uns das Ganze zu gruselig. Heute könnte ich mich ohrfeigen, wenn ich bedenke, wie gefährlich das war ... naja, dann doch lieber Mitfahrzentrale und unterwegs mit Freunden.




ich würde mich

— geschrieben von julieparadise @ 11:38

auch gern mal wieder streiten!



im Bus

— geschrieben von julieparadise @ 02:00

Seit sechseinhalb Jahren fahre ich mit dem Bus zur Uni, beinah jeden Tag, hin und zurück. "Warum fährst du nicht mit der S-Bahn, geht doch viel schneller?" - Wenn ich dann sage, daß es mir egal ist, zwanzig Minuten länger unterwegs zu sein, um schöner unterwegs zu sein, entspannter, zucken manche mit den Schultern, als wäre bei mir Hopfen und Malz ... Ich liebe es einfach, mit dem Bus zu fahren.
Anfangs wußte ich gar nicht, wo ich bin, dann begann ich, mir erste Stationen zu merken, einzelne Gebäude, Straßen. Ich erkannte Plätze wieder, die ersten regelmäßigen Mitfahrer fielen mir auf, und ich bemerkte, daß außer mir niemand von einer Endstation zur anderen fuhr.
Mein Bus ist ein ExpressBus, das heißt, er hält nur an jeder dritten Haltestelle, nur an wichtigen Kreuzungen, um schneller zu sein. Ich bin verwöhnt von diesem Bus, weil er durch die Stadt braust und rumpelt, andere Busse überholt, von Schöneweide nach Dahlem und zurück, er ist der König der Busse in Berlin. Für mich zumindest. Immer wieder steht die Streichung der Strecke zur Debatte, jedesmal wird mir angst und bange, obwohl es andere Möglichkeiten gäbe, zur Uni zu kommen.
Das ist mein Bus. Das ist meine Stunde. Ich bin nicht zwanghaft, nicht mehr, aber bestimmte kleine Rituale festigen mein Leben, verschaffen mir Sicherheit und Ruhe. Diese Stunde im Bus ist sicher das wichtigste davon. Ich warte in Schöneweide auf ihn, er enttäuscht mich nur ganz selten, läßt mich manchmal zappeln, hat nur mich viermal versetzt in all den Jahren und umso öfter erfreut, hat mich in den Schlaf gelullt, hat mich durch die Stadt gebracht, hat mich gewärmt oder erfrischt, hat mich beruhigt. Hat mir Zeit für Romane und Muße für Musik geschenkt. Hat mir gezeigt, was für nette Menschen ich kenne, weil einer der Stammbusfahrer auf der Strecke mein inzwischen ehemaliger Nachbar ist. Wenn ich ihn an der Endhaltestelle treffe, läßt er Pause Pause sein und wir plauschen vergnügt. Er zeigt mir Photos von seinen Kindern und ich erzähle, wie mein Studium läuft und das seit Oktober 2000 so ein- bis zweimal im Monat.
Nach einigen Wochen fiel mir ein junger Mann auf, vielleicht 30, der bis zu den Gropiuspassagen fuhr. Er sah sympathisch aus, offen und freundlich, und hatte immer irgendein dickes Buch in der Hand, Science Fiction. Ich hatte meist irgendein dünnes Buch in der Hand, damals, Reclam. Wir haben im Sommer 2001 begonnen, uns fröhlicher, merklicher zuzunicken. Wenn er mal einen Morgen nicht an der Haltestelle stand, fehlte mir bald etwas, wenn ich zu einer anderen Zeit fuhr, nickte er mir am nächsten Tag umso freundlicher zu. Ich glaube, vor Ostern 2002 hat er mich das erste Mal angesprochen, er hat wohl etwas wie "Schöne Feiertage!" gesagt, das Eis war gebrochen. Ab da grüßten wir uns, aber es dauerte nochmal ein Jahr, bis zum Sommer 2003 (ich hab in meinem Tagebuch nachgeschaut), um eine Unterhaltung anzufangen. Und dann waren wir mittendrin. Ich freute mich jeden Morgen darauf, ihn zu sehen, wir redeten über dies und das, erzählten uns von den Büchern, die wir gerade lasen und diskutierten, wie hochtrabend oder schundig unsere jeweilige Lektüre war. Stephan, mein Busfreund. Er nahm sogar in Kauf, wegen mir 20 Minuten zu früh auf Arbeit zu sein, weil ich sonst 10 Minuten zu spät zum Unterricht gekommen wäre. In Schöneweide sind wir uns zu der Zeit nur einmal begegnet, in der Straßenbahn, morgens, vor dem Bustreffen. Wir waren beide irritiert, haben uns auch erst an der Haltestelle zusammengesellt und mußten lachen. Irgendwann letztes Jahr, es war noch kalt, sagte er, er hätte einen anderen Job, bald. Schade. Seitdem wartet niemand mehr auf mich, am Bus.
Aber es gibt ja auch noch andere Menschen in meiner morgendlichen Welt: Die Frau, die immer bis Lichterfeld Ost fährt, russich sieht sie aus und hat vor kurzem ein Baby bekommen, die andere, sie steigt Stanzer Zeile aus, hat einen Hund, ich glaube, seit November, im Winter hat sie ihn in einer Tragetasche gehabt, jetzt darf er allein laufen, und winselt die vierzig Minuten, die er im Bus sitzen muß, hinter mir. Ich sitze nämlich, wenn es geht, immer an der gleichen Stelle, in der Mitte links im Winter, wenn man für jede Sonnenstrahl dankbar ist, rechts im Sommer, wenn die Sonne morgens schon brennt. Die Frau mit dem Hund sitzt immer entgegen der Fahrtrichtung hinter mir, und neuerdings eben mit Hund. Auch sie wechselt die Seiten mit der Jahreszeit.
Und der liebe Junge, wie könnte ich den nicht erwähnen? Schön ist er, nicht pubertär-dämlich oder nur niedlich, bildschön ist er. Wie alt mag er sein? Sechzehn, siebzehn? Im Rhythmus von vier bis fünf Monaten läßt er sich die Haare wachsen und scheren, er hat schöne, dicke, lockige Haare, und Augen, in denen ich versinken könnte. Ich werde manchmal rot, wenn ich ihn sehe, grinse aber trotzdem verschmitzt, er lächelt meist nur unsicher. Seit eineinhalb Jahren fährt er mit dem Bus zur Schule, neuerdings hat er den Slipknot-Aufnäher gegen einen von Tool getauscht, der alte war wohl abgefallen, er hing nur noch in Fetzen an der Lasche seines Rücksacks. Er steht meist vorn im Bus, wartet zwei Haltestellen, bis seine Freunde einsteigen, von denen einer der Anführer, der Coole im Freundeskreis zu sein scheint, mein hübscher Junge blickt ihn manchmal verstohlen von der Seite an, als könnte er so sein Geheimnis erraten - wie gern würde ich ihm sagen, daß alles gut wird, daß alles gut wird und besser, daß ihm mit diesen Augen die Welt offensteht, daß ... naja, ich träume eben gern im Bus.
Im Winter träumt es sich am besten im Bus, alles ist schummrig, und vor Weihnachten kann ich mich kaum an der Garten- und Fensterdekoration sattsehen, besonders im feinen Westen. Mein Bus fährt nämlich von Ost nach West, einmal quer unter der südlichen Linie der Stadtbahn hindurch, manchmal fühlt es sich gar nicht so an, als sei ich in Berlin, auch das mag ich so an der Strecke. In Schöneweide ist es, wie es eben ist in Schöneweide, es macht sich, aber schön geht anders, und was die Weide angeht - die einzige Weide, die ich hier kenne, ist verdorrt, an einem kleinen Teich auf der Drachenwiese der Wuhlheide, im Trinkwasserschutzgebiet. Johannisthal, Blaue Lagune (Eisdiele) und Kino Astra, neuerdings nach veränderter Streckenführung Späthsfelde, Rudow, Buckow, Mariendorf, Marienfelde, Lichterfelde, Dahlem. Auf dem Weg verschiedenste Viertel, Kleingartenanlagen, eine Autobahnbrücke, ein Einkaufszentrum, Hochhausghetto, Einfamilienhäuser, ärmliche und langsam schönere Häuser, gutbürgerlich, neureich, Industrieparks, IBM, Bauhaus, etwas heruntergekommene Häuser, Villen, auf einmal, in einer Straße, die gar nicht für Busverkehr ausgelegt ist, ein Teich, Autohäuser. Siebzehn! Ich komme jeden Tag an siebzehn Autohäusern vorbei! Und an einem Ausstellungsraum für Kamine. Gemütlich sieht es da aus, besonders im Winter.
Je öfter ich die Strecken fahre, umso kürzer erscheint mir meine Reise, umso schneller vergeht die Zeit, bis ich mich sammeln muß, meine Tasche nehmen, meinen Sitz verlassen, aussteigen.
Phhf, S-Bahn ...




Partynight

— geschrieben von julieparadise @ 02:37

Um 12 nochmal weg, ins Partyviertel von Schöneweide, will heißen: 2 Dönerläden mit Discobeschallung samt Glitzerkugel, abgehalfterte Thekenschlampen und Berufsalkis sowieso, besoffene Gören unterwegs und die Ampelphase gilt nur für Weicheier. Endlich angekommen in der BillYardFabrik, froh, die dämlichsten Mitbürger hinter sich gelassen zu haben, tauchen neue Probleme auf. Der Typ von gegenüber glotzt mich die ganze Zeit an. Liegt es an meiner Jeans, die nur noch bedingt jugendfrei an mir herunterschlackert? Ich glaub, ich habe abgenommen, aber bei so widerlichen Gaffern freut mich das auf einmal gar nicht mehr, muß ich doch jeden Moment befürchten, daß ich mich allzu sehr entblöße. Vielleicht liegt es ja an meinem schwarzen engen Shirt? Hey, daß ich mit meinem Freund und 4 anderen Jungs hier bin, stört den gar nicht. Ich seh dich gar nicht, du Typo! Es gibt Männerblicke, die machen, daß ich mich begehrenswert und schön fühle, und es gibt Männer, die so durch Kleidung hindurchzusehen scheinen, daß ich mich nackt und schutzlos fühle, und das ist kein gutes Gefühl. Überhaupt, was sind denn heute für Leute hier? Außer mir um 12.30 nur noch ein anderes Mädchen, sonst mehr oder weniger angesoffene Kerle, die laut sind und grob und verzweifelt locker und witzig. Das Mädel, hhm, die wird auch angegafft, von dem Kumpel "meines" Gaffers. Sie sieht dümmlich aus, spricht zu laut, ihr Hose sitzt zu tief, die Haare sind zu blond, gekreppt, aber angestarrt wird sie wie ich. Wirke ich auch billig? Auf dem Weg zur Toilette versuche ich, möglichst souverän zu wirken. Wenn ich mir das vornehmen muß, funktioniert es sowieso nicht. Kurz vor zwei: Ich will nach Hause, alles zu laut hier, zu viel, zu anstrengend.

Mein Nachtleben.





Live-Bloggen vom Balkon

— geschrieben von julieparadise @ 11:01

Live-Bloggen ist schwer in Mode, da bin ich mal trendy und mach mit. Ich hab mir heute ein ganz besonderes Venue ausgesucht, um alle an den aufregenden Ereignissen hier teilhaben zu lassen: meinen Balkon! (11:01)

Um zuerst mal männliche Phantasien anzuheizen: Ich bin direkt aus dem Bett auf die Liege auf dem Balkon gefallen, Julie, wie Gott sie schuf und H&M sie verhüllte, an den strategisch wichtigen Stellen. Denn leider wohnen schräg über uns Typen, die 1.) einen guten Blick auf unseren Balkon haben und 2.) nicht verdient haben, besagte strategisch wichtige Stellen unverhüllt zu sehen.

Man entschuldige bitte etwaige Rechtschreibfehler, aber die Ereinisse hier auf dem Balkon überschlagen sich geradezu, eben kam mich ein Spatz besuchen, dem muß ich mich erst widmen, da ich befürchte, mein Tippen vertreibt ihn. Gleich geht`s weiter! (11:05)

So, ich hab mir ein Eis geholt, nachdem der Spatz keine Anstaltem macht, nochmal vom Fensterbrett unserer Küche auf die Blumenkästen herüberzuhüpfen, wo ich ihn sehen kann. Blöder Spatz, in den Blumenkästen findest du frisch gestreute Blumensamen, aber wer nicht will ... Was für Eis? Magnum Moments, und weil das nicht reicht, noch ein Wassereis. Hey, es ist Sommer! Ich dreh mich mal auf den Rücken, da tippt es sich nur leider nicht so gut, aber ich berichte natürlich weiter, wenn etwas Aufregendes passiert! Stay Tuned! (11:11)

Oouuuhhhhhhhh: Eingeschlafen! (11:23)

Back on my ass, will meinen: Jetzt sind die Beinchen dran, nachdem ich mir gut den Rücken angesengt habe und die Sonne soweit rum ist, daß es nicht mehr für Ganzkörperbestrahlung reicht. Der Spatz war wieder da und hat geflirtet mit seiner Spatzin, schnäbel schnäbel. (11:29)

Weggesifft und aufgeschreckt - hat man denn hier gar keine Ruhe? Da brüllt wieder der Pöbel von unten rechts: "Du mieses Stück Scheiße, ich schlag dir den Schädel ein!"

Hab ich erwähnt, daß Schöneweide mal "Slums von Berlin" genannt wurde? Hat jemand den Mittelteil von "Mein Berlin" noch im Gedächtnis? Aber so dramatisch, wie das jetzt klingt, ist es nicht, die beiden haben besäufnisbedingt grade noch genug Kraft, um irgendetwas aus dem Fenster zu schmeißen und so jemand anderem wehzutun, für Schläge reicht es nicht mehr. Ich hab die beiden öfter im Dönerladen ums Eck gesehen, eigentlich haben die sich lieb ... und nehmen sich beide nichts. Sie: "Komm doch her du Waschlappen mit deinen Warzen auf ... " an dieser Stelle möchte ich wegblenden, meine Phantasie geht mit mir durch, so daß ich wünschte, ich würde nicht immer gleich alles bildlich vor mir sehen. Oh, jetzt streiten sie drin weiter, wohl im Wohnzimmer. Ruhe. Schön! (11:40)

Sonne weg, Hautkrebs, ich komme (allein den Rücken eincremen macht sich echt prima ...), wird langsam kalt hier, danke für Ihre Aufmerksamkeit, ich bin raus, ist ja nichts los hier ... (11:55)





Putz, Du Luder!

— geschrieben von julieparadise @ 17:27

Muß ich wohl, mir ist nämlich gerade ein Glas Rollmöpse auf dem Küchenboden zerschellt und das Fischwasser verteilte sich unter dem Küchenschrank. Bah, ist das eklig! Nimmt mich jemand auf? Hier riecht's ...




Built To Spill und kein Ende

, — geschrieben von julieparadise @ 13:41

Es ist ja jetzt schon wieder einige Tage her, daß ich Built To Spill und Kate Mosh im Postbahnhof gesehen habe, daher nur einige kleine Impressionen:

Kate Mosh klingen wie die kleinen Brüder von The Notwist, nur daß sie nicht an die Computer dürfen und etwas wilder sind. Und sie waren anfangs extrem verunsichert, haben sich dann aber gemacht. Das war so Kopfhörermusik, vorm Einschlafen weiche Indiemelodien mit vielen Ausbrechern ins Rockige, insgesamt war's aber schön, ich werde da auf jeden Fall dranbleiben.

da gefunden

Ja, und dann Built To Spill. Man muß wissen, daß dieses Konzerterlebnis ein Geburtstagsgeschenk meines besten Freundes war, der meinem Musikgeschmack bisher immer getraut hat. Das wird sich nun wohl ändern ... Die "You In Reverse", das letzte Studioalbum von BTS hatte ihm ja schon nicht so zugesagt, aber als Freund ist man da schmerzfrei, schließlich: Versprochen ist versprochen. Ihm schwante allerdings schon Übles, als die Herren die Bühne betraten: "Die sehen alle aus, als hätten sie kein Zuhause" - na, und so haben sie denn auch gespielt, so, als hätten sie keine Heimat in die es sich lohnen würde zurückzukehren.

Kein Song unter 7 Minuten! Keiner!

Und die Zugabe: 15 Minuten! Ein Song!

Wo der Haynes doch so auf knackigkurze Rock/Popsongs steht. Ich liebe es ja, wenn eine Melodie ausgewalzt wird, nochmal und nochmal, dann geht ein Song in den anderen über, so wie zum Beispiel bei Masters of Reality, irgendwann Ende der Neunziger, und am Ende hatten sie es geschafft, fast eine halbe Stunde durchzuspielen. So auch BTS. Haynes neben mir sah immer leidender aus, konnte sich das Gähnen nicht verkneifen, bekam ganz kleine Augen und sah aus, wie ein kleiner Junge, der nur noch ins Bettchen will. Hab ich heimlich beobachtet. Denn immer wenn ich ihn direkt angeschaut habe, hat er mir aufmunternd zugenickt und so getan, als hätte er Spaß. Ich bekomme ein ganz schlechtes Gewissen, wenn ich daran denke ....

...

not!

Also, wer die Chance hat, Built To Spill live zu sehen und sich von ihnen in Trance spielen lassen möchte, nutze die Gelegenheit, denn erstens waren die Tickets mit 18€ wirklich recht billig, und zweitens war das Konzert bei weitem nicht ausverkauft, in anderen Städten dürfte es ähnlich aussehen.





Blumen auf dem Balkon

— geschrieben von julieparadise @ 08:06

Auf meinem Balkon blühten letztes Jahr viele viele Blumen: Wandelröschen, Duftsteinrich, Elfenspiegel, Kapuzinerkresse, Zwergmargariten, Sammetblumen, Sommerjasmin, der so lange Ausläufer hatte, daß der Nachbar von unten sie von seinem Balkon aus anfassen konnte, Männertreu, Astern, Kornblumen, eine Mohnblume und noch einige mehr, deren Namen ich nicht weiß. Als der Herbst kam, habe ich zugeschaut, wie sie alle verwelkten, bis auf die Koniferen sind alle eingegangen, vertrocknet und erfroren. Dieses Jahr hat mich der Frühling überrollt, ich habe noch keine Zeit gefunden, mich um den Balkon zu kümmern, außerdem steht dort immer noch die Nähmaschine meiner Omi. Aber vielleicht ist es mit den Blumen wie in dem Bibelspruch von den Vögeln, die sich nicht sorgen um ihre Speise für den nächsten Tag, sie fliegen einfach umher und sind froh, es wird schon weitergehen.

Auf meinem Balkon blühen gerade wieder Blumen. Ich habe nichts für sie getan, sie nicht gesät und nicht gegossen, aber sie sind da und erfreuen mich.





Blog-Nazi!

— geschrieben von julieparadise @ 16:05

Ui, jetzt tu ich's: Mitreden. Oder doch nur wieder hinterm Sofa hocken wie damals als Kind, so tun, als ob ich spiele und dabei den Großen lauschen? Da hört man ja so einiges. Und wenn sie sich unbeobachtet fühlen, dann werden die Worte härter, der Ton rauher, die Argumente unsachlich. Zumindest bei einigen von Ihnen. Da heißt dann Frau Meiser nur noch Meiserchen, die Meise, du weißt schon!? (Respekt fängt da an aufzuhören, wo man Namen verunglimpft.) Da werden kleinlich Dinge aufgeblasen, die nebensächlich sind, und das, worum es eigentlich geht, nämlich, daß Frau Niebe aus dem dritten Stock ein Motorrad hat, lange für gespart, kaum gestreift. Frau Meiser ist nämlich ihre Freundin und teilt ihre Meinung, also ist die auch doof, moralische Sippenhaft quasi, eingebuchtet wird, wer nicht hier mitklatscht. Manchmal kommt mir dann der Verdacht, daß sie neidisch sind, irgendwie, und ich bin froh, daß ich hinter dem Sofa sitze und spielen darf.




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