Julie Paradise

Ist das eine Frage?

, — geschrieben von julieparadise @ 23:36

Erwachsen werden = keine Dummheiten mehr machen? Oder gerade? Wissen, wann man sich für etwas schämen muß und wann man einfach genießen darf?

Nachts durch Berlin tigern, mit einem Nachtbus fahren, von dem man nicht weiß, wo er endet, irgendwo aussteigen, die Frühlingsluft spüren. Allein sein. Mal keine Angst haben vor morgen, der nächsten Abrechnung, der Frage, ob ich noch dünn genug bin um mir selbst zu gefallen. Mal nicht den Bauch einziehen und so schauen, als wüßte ich alles. Ja, klar, den Witz habe ich verstanden, natürlich! - Wie oft weiß ich nicht, wovon ihr redet.

Was ich erzähle, klingt für euch oft wahnsinnig cool und spannend und exotisch, für mich ist vieles langweilig geworden. Ein paar Sprachen die keiner kennt ... und wo spricht man das? Uups, schon wieder so ein Betroffenheitspost.

Musik hilft. Und laufen. Nachts allein durch Tempelhof. Wo war ich? Irgendwie findet man immer den Weg zurück zum Hackeschen oder zum Zoo, und von da nach Hause. Wenn ich dort ankomme, ist dort alles so wie vorher, nur ich bin anders, jedes Mal.





Woher weiß man, daß man stolz auf sich sein kann?

— geschrieben von julieparadise @ 15:59

Man weiß, daß man auf sich selbst stolz sein kann, wenn man an einem Tag es schafft, gefühlte 10000 Artikel in Wordpress zu kopieren und außerdem, äh, nicht nur 200 Seiten einer strunzlangweiligen Dissertation gelesen hat, einen Streit mit dem Nachbarn aus dem Weg geschafft hat, endlich mal wieder alle unerledigten Arbeiten für's Studium abgearbeitet und außerdem noch fröhlich geschrieben hat, sondern auch noch so ein nettes Mädel ist, daß man der Blumenomi von nebenan schnell noch Butter und Sahne aus dem nächsten Supermarkt holt. Ja mei, und da sag noch einer, nur weil ich heute die Uni geschwänzt habe, ich wäre nicht fleißig gewesen!
Nachtrag: Und wenn man sich mal wieder hat breitschlagen lassen (denken: 'Nein. Beim besten Willen. Ich hab mir geschworen ...', sagen: "Ja, wenn sich sonst keiner findet, dann übe ich nochmal mit denen, kein Problem." ), ohne Vergütung eine Lerngruppe zu leiten, weiß man, daß man noch einen langen Weg vor sich hat.




Wenn ich ein Mann wäre, wäre ich gern Jan Ullrich

— geschrieben von julieparadise @ 10:22

Denn als Mann kann man markige Sätze sagen wie "Was ich sagen kann, ist, daß ich mir nichts vorzuwerfen habe. Ich habe in meiner ganzen Karriere keinen betrogen und auch keinen beschädigt - und das ist ganz groß." (Jan Ullrich auf einer Pressekonferenz am 26.2.2007)

Da ich aber nun einmal ein Mädchen bin und mich damit abfinde (Schwachsinn: Ich liebe es!), -

blöder Anfang für einen Post, oder?

Realitätsverlust jedenfalls ist keine Falle, in die ich so schnell tappen kann, weil ich Freunde habe, die mir im Zweifelsfall den Kopf zurechtrücken. Trotzdem gibt es Momente im Leben, in denen einem die Wirklichkeit, zumindest der zeitliche Rahmen, in dem wir uns befinden, schnell mal entgleiten kann.

So wie gestern beim Billard. Ohne auf Einzelheiten eingehen zu wollen: Ich war schnell betrunken, habe eigentlich gar nicht soooo schlecht gespielt, habe beachtliche Serien hingelegt, die die Jungs von Nebentisch fasziniert haben, was wiederum meinen Freund wahnsinnig stolz machte ("Ja, das ist mein Schatz! Wollt ihr mal gegen uns spielen?" - "Nee, lieber nicht" *kneif*), auf einmal war es vorbei und es stand 10:0. Und wo war ich in der Zeit?





... und was bitte hat das alles mit mir zu tun?

— geschrieben von julieparadise @ 09:44

"wer hat schuld daran dass es dem deutschen wald so schlecht geht julie paradise"

Wie jetzt? Bin ich etwa schuld? Was will der Referrer mir damit sagen? - "ich weiß nicht, wie es passieren konnte"





Was macht man, wenn man von einem unsinnigen Post ablenken möchte, den man betrunken verfaßt hat (ohne grobe Rechtschreibfehler, immerhin) und den man hinter sich lassen möchte?

— geschrieben von julieparadise @ 08:50

Man schiebt ganz viele tolle Videos raus und anderen Kram, damit der Post, von dem man ablenken möchte, weil man ihn betrunken verfaßt hat, schnell weit nach unten rutscht, denn wie wir alle wissen (?), liest kaum jemand Posts, die älter sind als 2-3 Klicks.

Hier also der weitere Hurricane-Countdown:

Queens.of the Stone Age - Auto Pilot (live)

Editors - Munich

Sonic Youth - Little Trouble Girl





10:0, ich bin besoffen und R-Bloggerin, ich kenne den liebsten Menschen der Welt und überhaupt

— geschrieben von julieparadise @ 23:46

Hallo, kleines Update aus dem Hause Paradise/ Karpate: Julie und ihr Seelenklempner waren gerade mal wieder Billard spielen, das Ergebnis kann man in der Überschrift ablesen, und nein, die 10 Punkte hab nicht ich erspielt. Vielleicht gibt es demnächst eine eigene Rubrik für solche halbnächtlichen Ausflüge in die Billardhölle, wo ich öfter als man denkt 4er- und 5er-Serien hinlege, um die entscheidende Kugel dann doch zu versemmeln. So sehn Sieger aus, schalalala, und die Verliererin, die postet dann eben ihr Unglück.

Unglück ist jetzt aber zuviel gesagt, der liebste A-Blogger der Welt hilft mir ja gerade beim Umziehen, also, mit Wordpress und eigener Domain und so, da darf man dann auch mal mitten im Content(freien, sein wir doch mal ehrlich, wieviel Inhalt bekomme ich betrunken schon hin - und sonst ja auch?) ein dickes DANKE platzieren.Ich weiß, bedanken ist out, aber was muß das muß!

Woher weiß man übrigens, daß man angekommen ist? - Man will nie wieder weg. Nehmt das als mein Wort zum Sonntag.





Nähmaschine, Marke Louis Littauer

— geschrieben von julieparadise @ 19:33

Ich habe eine Nähmaschine geerbt.

Nachdem meine Oma im November starb, war es schwer mitanzusehen wie die Verwandtschaft ihr Haus plünderte, obwohl doch eigentlich nur meine Mutti in dem Haus aufgewachsen ist, das nun mit gierigen Augen nach Verwertbarem durchsucht wurde. Eine Tante ist mit Kisten voll Geschirr und Bettzeug und Kleidung abgerückt, sie hatte sich extra den Kombi einer Freundin ausgeliehen um mehr mitnehmen zu können.

Meine Schwester hat viel von Omis Handarbeit bekommen.

Meine Mutti renoviert jetzt ihr Haus.

Und ich repariere die Nähmaschine.


Wenn es irgendetwas gibt, das ich immer mit meiner Omi verbunden habe, dann war das das Nähen. Sie hat auch sonst viel Handarbeit gemacht, wirklich sehr schöne Decken gehäkelt und geklöppelt, Eierwärmer, Kissenbezüge und Topflappen, Kuscheltiere und Schals, nicht ganz so schöne Strickkleidchen, und supermodische Jacken - zumindest nach den Maßstäben von 1986. Vor allem aber hat sie genäht.

30 Jahre lang hat sie als Näherin gearbeitet, hat fast jeden Tag mit geradem Rücken an der Maschine gesessen, der Rücken, darauf hat sie immer geachtet. Gerade zu sitzen, aufrecht zu gehen, einen festen Charakter zu haben, das war für sie eins. Haltung bewahren, egal, wie es in einem aussieht. Bis zum Schluß ist ihr das bewundernswert gelungen.

Die letzten Jahre konnte meine Oma nicht mehr richtig sehen, sie litt an Grauem und Grünem Star, deshalb ist die Nähmaschine etwas heruntergekommen und verstaubt, an einigen Stellen ist das gußeiserne Fugestell sogar angerostet, aber sie funktioniert noch einwandfrei. In den 50er Jahren, als meine Großeltern nach Berlin kamen, wurde sie gebraucht gekauft, meine Omi hatte mir einmal erzählt, daß die Maschine so alt sei wie sie. In diesem Jahr wären das 89 Jahre.

Ich habe alle beweglichen Teile ausgebaut und gereinigt, die Mechanik geölt, die Holzwürmer vertrieben, den Lederriemen, der den Antrieb des Fußpedals weitergibt, gefettet und wieder zusammengenäht, das Holz lackiert, das Metall poliert, den Unterbau abgebürstet und mit Hammerit gestrichen und bei all der Arbeit oft an meine Omi denken müssen. Und daran, daß außer mir niemand an der Nähmaschine, an der sie soviele Jahre gesessen hat, interessiert war.





300-300=0 vorerst, jedenfalls

— geschrieben von julieparadise @ 19:11

Ich wollte mir gestern "300" anschauen. Man hat ja schon viel über den Film gehört. Jetzt also selber gucken. Hhm, da stoße ich auf die Kritik bei den 5 FilmFreunden, lese dort, daß der Malte auch schon etwas darüber geschrieben hat und entsinne mich, daß Björn ebenfalls das Schlachtfest thematisierte. Also las ich und las - bis ich gar keine Lust mehr hatte, den Film zu schauen.




Bürobedarf

— geschrieben von julieparadise @ 10:36

"Schatz, wo ist der zweite Locher in diesem Haushalt neben mir?"



Wie blöd muß man eigentlich sein ...

— geschrieben von julieparadise @ 16:58

damit einem Rhabarber anbrennt?

Und stinken tut's auch noch.





So, und jetzt mal Butter bei die Fische, Herr Stein!

— geschrieben von julieparadise @ 10:47

Herr Stein, der ja ein sehr ansehnlicher Vertreter des männlichen Geschlechts ist, behauptet bereits seit Wochen von sich, er wäre im Besitz von Fotos, die ihn beim Nacktbloggen zeigen. Auch erzählt er fortwährend, daß er durch eben dieses Nacktbloggen, auf seinem Balkon betrieben, regelmäßig die Sekretärinnen im Bürohaus gegenüber kirre machen würde (Anspielungen auf Coke-Werbespots gehören hierbei zum Standardrepertoire).

Wie oft schon habe ich gebettelt: "Send pix!" aber er hat sich nicht erweichen lassen. Daher gehe ich nun in Vorleistung, und sollte der feine Herr nicht imstande sein nachzuziehen, wird er sich was gefallen lassen müssen ...

Nachtrag: Nein, das ist nicht der erste Teil des JulieParadise-Starschnittes. Ts ts, was manche so denken ...

Nachtrag: Geht doch. Und wie!





"Wie heißt eigentlich ...

— geschrieben von julieparadise @ 10:33

die Frau von dem X?"

"Nicole?"

Schatzmeister (mit einer Quittung in der Hand - er macht die Abrechnung für den Laden seines Onkels) prustet los: "MALGORZATA!!! - Da hätte ich auch gesagt, daß ich Nicole heiße."





Viele seltsame Wörter bilden in meinem Kopf eine lustige Assoziationskette und ich bin verwirrt und frage mich: Wer gibt DAS ernsthaft in die Suchmaske ein?

— geschrieben von julieparadise @ 18:48

Mit DAS meine ich Suchanfragen-Fragmente wie

"25 Jahre zusammen schöne Sprüche": Ach Kinners, das ist zwar nett, aber soooo lange bin ich noch nicht dabei! oder

"Bastelgeschenk" von "Groupies" für den "Hasischnuffel", der vom "Holz stapeln" immer "(Ich habe) Durchfall" bekommt, außerdem natürlich von den "Süßigkeiten", klar.

Das "P2P Paradise" ist nicht weit, und gleich kommen auch die "Rechtsverstöße von SA" (Hä?) dazu.

Und ich verstehe auch nicht ganz "Zielgruppe von axe bodylotion" - ich bin eine Zielgruppe für alles Mögliche, aber so?

Und daß jemand nach der Kombination "bib titten blog" sucht um dann über "dänische vanillesoße kaufen" bei "fickmusik" zu landen? Wobei an letzterem das Musikmagazin VISIONS schuld ist, die hatten 1994?/1995? anläßlich der VÖ des Kyuss-Albums "Sky Valley" genau solches getitelt: "Wüstensöhne machen Fickmusik". Das waren noch Zeiten, ich war jung und unbeschwert und hätte nie so etwas gedacht oder gesucht wie "isch habe ein kloss im hals, links", "ich weiß nicht, wie es passieren konnte".

Wer "julia paradies" eingibt, findet mich auch, nicht wahr, Herr Papa (waren Sie das?), aber vielleicht war das auch der gleiche Mensch, der "Telefonsex Paradies", "Telefonsex Paradise", "Paradise Telefonsex" und "Paradies Telefonsex" eingab. Der war hartnäckig, und gründlich, man beachte die ordentliche Großschreibung. War das vielleicht auch der mit "stockings paradise" "war erst 5 Jahre alt aber schon"... - iieeehhh, ich will's gar nicht wissen, ich brauche erst mal eine Pause von diesen Suchanfragen.





www.julieparadise.de

— geschrieben von julieparadise @ 15:53

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äh, ist ja noch gar nicht soweit. Egal, trotzdem:

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nachtrag: wie wäre ein link?





Dähnã näññ!

— geschrieben von julieparadise @ 15:11

das war Amharisch und heißt: Mir geht's gut!




Ach Scheiße!

— geschrieben von julieparadise @ 07:49

Warum kann ich mir das Fluchen nicht abgewöhnen?



Wenn einem also Gutes widerfährt ...

— geschrieben von julieparadise @ 07:30

dann ist das vielleicht bitte mehr wert als ein kryptischer Post, oder Herr Grau?




Ich habe heute meine Beine eingeweiht

— geschrieben von julieparadise @ 00:54

Für Männer ist es vielleicht nichts Besonderes, wenn sie das erste Mal in einem Jahr ihre kurzen Hosen aus dem Schrank holen, sie haben wahrscheinlich auch keinen Gedanken daran verschwendet, daß ihre Beine blaß und käsig aussehen, denn jeder Mann hält sich für den König der Welt und das ist gut so.

Ich jedenfalls habe heute für dieses Jahr meine Beine eingeweiht, habe mir ein Röckchen angezogen, natürlich nur nach allerstrengster Beratung zwischen mir und meinem Spiegel. Noch etwas Creme hier und ein wenig Füße aufhübschen da, und schon ist sie wieder angebrochen, die Zeit des Jahres, in der ich mich frei und glücklich fühle, spüre, wie mein Röckchen im Wind flattert, der um meine Beine streicht. Keine miefigen schweren Schuhe mehr, keine rutschenden Socken, ab jetzt können mir für ein halbes Jahr häßliche Blasen und Hornhaut gestohlen bleiben, denn wenn es etwas an mir gibt, das ich wirklich mag, dann sind das meine Füßchen. Eben die haben jetzt Freigang und werden von der Sonne geküßt.





Hurricane, ich kommeeeeeeeeeeee

— geschrieben von julieparadise @ 22:50

Neil Young And Crazy Horse - You Are Like A Hurricane (via)





Körperteile-Model

— geschrieben von julieparadise @ 19:29

Irgendwann hatte ich mich mal bei einer Castingagentur vorgestellt, die Körperteile "vermarktet". Nein, nichts Anrüchiges jetzt, die sind tatsächlich auf Menschen mit besonderen körperlichen Merkmalen spezialisiert: Tattoos, Piercings, Narben. Seit fünf Jahren hatte ich nichts mehr von denen gehört, jetzt kam ein Anruf, ob ich denn noch zur Verfügung stünde ... Ich kam mit der Dame am anderen Ende der Leitung ins Schwatzen und erfuhr so Einiges:

1. Daß die "Models" gefährlich leben, etwa ein Zehntel ist schon weggestorben, an Drogen oder Depressionen oder Krankheiten.

2. Wer sich seine "Specials" wegmachen läßt, fliegt raus.

3. Demnächst steht eine Fotoproduktion an, dafür würden neue "Originale" gesucht. So kann man das auch nennen. Dabei fällt mir ein: Ich hatte hier schon einmal auf "suicidegirls" verlinkt, jetzt paßt es aber auch gut, daher: auch so geht schön!

4. Ich wurde gefragt, ob ich denn Neues zu bieten hätte, was ich verneinen mußte. "Tattoos oder krasse Piercings? Auch nicht zugenommen, so auf 100kg, da suchen wir noch eine Frau ..." - "Nein" - "Hhm, dann war's das erst einmal. Vielen Dank und schönen Tag noch." Hey Leute, bin ich euch etwa zu langweilig? Irgendwie beruhigend das ...





Der Obstbaum - Ein Stöckchen!

— geschrieben von julieparadise @ 10:29

An dieser Stelle eine Innovation (?) - ein Obststöckchenbäumchen! Ich fang gleich mal an:

1. Welches Obst weckt bei dir schöne Erinnerungen und warum? - Melone. Da muß man einfach an Sommer denken

2. Welches Obst weckt bei dir schlimme Erinnerungen und warum? - Pfirsich, weil da ab und zu innen der Kern aufbricht und das Fruchtfleisch von innen beginnt zu gammeln. Einmal da herzhaft reingebissen und - bääähh!

3. Welches Obst könntest du am ehesten mit dem Wort "lustvoll" verbinden? - Physalis, weil man da jede Frucht einzeln aus dieser lampionartigen, pergamentenen Hülle befreien muß, wie kleine Pralinen.

4. Zu welchem Obst tanzt du am liebsten? - The Appleseed Cast!

5. Deine Lieblingskosenamen mit Obst? - Meene Kirsche.

6. Böse Schimpfnamen mit Obst? - Das is ja'n Gürkchen!

7. Schimpfnamen - Abmahnungen - Fotos! Bitte füge an dieser Stelle ein hübsches Obstbild ein! - via

8. Welches Obst wolltest du schon immer probieren, bist aber bisher nicht dazu gekommen? - Quitten.

9. Das exotischste Obst ever? - Bananen, definitiv, für jeden Ossi, oder?

10. Zu welchem Obst machst du dich am liebsten (zum Beispiel durch Bearbeitung dieses Stöckchens)? - Hey, was soll'n das jetzt? Aber, auf die Frage hin: Honigmelone!

11. (Schnapszahl!) Obst, Gemüse - oder gleich Obstler? - Apfelwein, Birnenschnaps, Weinbrandbohnenbananen, ...

So, die Obstfreunde werden gebeten, sich an diesem süßen Stöckchen zu versuchen, als da wären: die Annae, der Björn, der René, der Malte und der Thim Resenna/Herman Stein. Prost! Und nicht die Vitamine vergessen!





Musik hilft!

— geschrieben von julieparadise @ 09:35

Und der Gedanke daran, daß ich mir jetzt Tickets für's Hurricane kaufen gehe!

Pearl Jam - World Wide Suicide (via)





Glatt vergessen

— geschrieben von julieparadise @ 09:27

Was meinen Morgen auch bereichert hat, war der Schatzmeister, der mir als Abschiedsgruß aus dem Bett hinterherrief: "Bis nachher, meine dicke Mutti".

Fazit: Nicht nur google ist evil!





Verkehr in Berlin (Ein Mädchenpost)

— geschrieben von julieparadise @ 09:04

Wie oft kann man schon um 8 Uhr morgens behaupten, der Tag wär so beschissen, daß es nur noch besser werden kann?

Die erste Zumutung ist es für mich jeden Donnerstag um 6 Uhr aufzustehen. Dann die Klamottenfrage: Beine ausführen oder warten, bis wenigstens ein bißchen Sonnen drankommen konnte? Kleidchen an, Kleidchen aus, Hose an, Hose wieder aus, Kleidchen? Kurz nachgedacht, Hose angezogen, jetzt das Gefühl, mir wäre heute doch nach Kleidchen gewesen. Zu spät.

In der S-Bahn, Musik im Ohr, den "Ich bin noch gar nicht wach"-Blick angeknipst, spricht mich der versiffte Türke neben mir an: "..." Ich hab zwar nichts verstanden, aber er lächelt so nett, da kann man schon mal nicken. Er redet weiter, er hat mir eine Frage gestellt. Also ein Ohr freigemacht, ermunternd geschaut: "Ey, sach, bissu Deudsche, willssu fickn?" Und was ist das einzige, was mir in diesem Moment einfällt: "Seh ich so aus?" Döööööt, falsche Antwort! Aber Rettung naht, Kontrolleure steigen in den Waggon und schneller, als ich gucken kann, ist er weg, mein "Morgenflirt".

Um 8 Uhr, pünktlich wie immer, erreiche ich das Institut, wo mir ein Dozent mitteilt, daß heute alle Kurse ausfallen, wegen einer Disputation, ob ich denn den Zettel nicht ... ? "Oh, dann haben wir wohl vergessen, die auszuhängen", ja, schon klar, ich fahr auch gern eine Stunde durch die Stadt für so eine Ansage.

Es kann also nur noch besser werden, heute, ich hab ja den Tag noch vor mir ...





Hurricane-Countdown (Mogwai)

— geschrieben von julieparadise @ 21:12

Mogwai!!!

via und so ... hach, was freu ich mich drauf!





Stockings vor der Kamera

— geschrieben von julieparadise @ 14:15

Der böse Hulk hat Keulen geschmissen. Aua!

Eins vorweg: Es geht hier nicht darum, cool zu sein, oder? Und für alle wahren Filmfreunde gilt: Ihr müßt jetzt gaaanz stark sein.

Ein Film, den du mehr als zehnmal gesehen hast: Der Herr der Ringe (1-3)

Ein Film, den du mehrfach im Kino gesehen hast: Der Herr der Ringe (1-3)

Nenne eine/n SchauspielerIn, wegen der/m du eher geneigt wärest, einen Film zu sehen: Maria Bello, William H. Macy, Clive Owen, George Clooney (Hey, Altherrencharme, da steh ich drauf!)

Nenne eine/n SchauspielerIn, wegen der/m du weniger geneigt wärest, einen Film zu sehen: Til Schweiger, Benno Führmann, Atze Schröder und so Konsorten

Ein Film, aus dem du regelmäßig zitierst: Ich vergesse leider direkt nach dem Verlassen des Kinosessels alle guten Zitate. Obwohl, "Magchsssssu Hunnies?" und "Ich sehe tote Menschen" sowie "Du begibst dich in die Welt des Schmerzes" krieg ich gerade noch so hin.

Ein Musical, von dem du alle Texte der darin gesungenen Songs auswendig kennst: Buffy, The Vampire Slayer, in Staffel 6 gibt es eine Musicalfolge, obwohl, auswendig? (s.o.)

Ein Film, bei dem du mitgesungen hast: The Big Lebowski, bei "Hotel California"

Ein Film, den jeder gesehen haben sollte: Asphaltrennen

Ein Film, den du besitzt: Die oben erwähnte Buffy-DVD. Allerdings besitze ich die strenggenommen gar nicht, da alle DVDs unseres Haushaltes quasi dem Besitz des Schatzmeisters zugehören, während alle CDs und Schallplatten in meinen Besitz übergehen.

Nenne eine/n SchauspielerIn, die/der ihre/seine Karriere nicht beim Film gestartet hat und die/der dich mit ihren /seinen schauspielerischen Leistungen überrascht hat: ? Muß mir da jetzt etwas einfallen?

Hast du schon einmal einen Film in einem Drive-In gesehen? - At The Drive-In waren eine meiner Lieblingsbands, aber in einem Autokino war ich trotzdem noch nie.

Hast du schon mal in einem Kino geknutscht? - Nee, man geht doch da wegen des Films hin, oder? Aber rumgebissen, ja das hab ich mich sehr wohl.

Ein Film, den du schon immer sehen wolltest, bisher aber noch nicht dazu gekommen bist: Der Pate. Alle hundert Teile.

Hast du jemals das Kino verlassen, weil der Film so schlecht war? - Nein, nur einmal fand ich einen Film eklig, außer mir aber keiner, so daß ich draußen ein Buch gelesen habe. Welcher Film das war, hab ich aber vergessen.

Ein Film, der dich zum Weinen gebracht hat: Bin ich ein Mädchen oder was?

Popcorn? - Au ja, aber vorher Softeis und ein Bier um in Stimmung zu kommen, dann süßes Popcorn, zwischendurch dem Schatzmeister die Tacos wegnaschen, und wenn nach einer Stunde das Popcorn alle ist, hole ich die Gummibärchen aus der Tasche. Nach dem Kino kommen wir an unserer Lieblingsdönerbude vorbei und essen erstmal was Ordentliches.

Wie oft gehst du ins Kino? - 2-4mal im Monat

Welchen Film hast du zuletzt im Kino gesehen? - Pans Labyrinth

Welches ist dein Lieblingsgenre? - Ja, das wüßte ich auch gern.

Was war dein erster Film, den du im Kino gesehen hast? - Die Schaufelradbagger. Erklärung: Eine Freundin von mir kam aus sehr kinderreicher Familie, die haben in der DDR Kinokarten verbilligt bekommen, und da lief eben dieser Propagandafilm, "Die Schaufelradbagger", wo es um gewaltige Maschinen ging, mit denen Braunkohle abgebaut wurde und die als Meisterleistung sozialistischer Ingenieurskunst dargestellt wurden.

Welchen Film hättest du lieber niemals gesehen? - Die Schaufelradbagger

Was war der merkwürdigste Film, den du mochtest? - Ein französischer (!) avantgardistischer Porno frei nach Rotkäppchen und der böse Wolf

Was war der beängstigendste Film, den du je gesehen hast? - Eigentlich sind ja hier nur Filme gefragt, aber die Clips von der "Medulla"-Special-DVD von Björk finde ich verstörender als jeden Horrorfilm.

Was war der lustigste Film, den du je gesehen hast? - Titan A. E. Ich war mit drei Kumpels im Kino, neben und hinter uns saßen lauter kleine Jungs, die den Film ernst genommen haben, der widerum so unsäglich schlecht war, daß wir das auch lauthals kundgetan haben. Ich habe nie wieder soviel Spaß im Kino gehabt!


So, und damit das Stöckchen wenigstens nicht bei mir verdorrt, schmeiße ich es weiter zum Herrn Dobschat, zum Logopäden, zur Miss Sophie, zum Dan und zu Robert.





Definiere

— geschrieben von julieparadise @ 10:55

spießig: Spießig ist eine junge Frau, hat kurze schwarze Haare und eine nette Figur. Sie hat vor drei Jahren den Kontakt zu ihrer ehemals besten Freundin abgebrochen, als es vermehrt zu Konflikten aufgrund unterschiedlicher Vorstellungen zu Partyleben und Lebensplanung kam. Ebenjene zwei Frauen trafen sich gestern in einem belebten Einkaufszentrum, wo das Gespräch recht schnell auf den Punkt zulief, der unsere Freundschaft damals beendete. Als ich dann auch noch äußerte, daß wir, mein Freund und ich, für die nähere Zukunft Nachwuchs planen, nahm ihr Gesicht erst einen erschreckten, dann entsetzten Ausdruck an, bevor sich ein abschätziges "Ihr seid ja spießig" aus ihrem Mund vernehmen ließ. Das war's dann wohl endgültig mit uns.




Comment'n'Conquer

— geschrieben von julieparadise @ 10:17

hierlang!



..

— geschrieben von julieparadise @ 08:39

Gestern hab ich Honigmelone gegessen - einmal die Woche Vitamine müssen sein.




Friseusen dieser Welt: Ich bin eine von euch!

— geschrieben von julieparadise @ 19:48

Naja, zumindest darf ich einem Freund von mir regelmäßig den Kopf scheren, 7mm, nur die Koteletten, die macht er selbst - er kennt mich halt, und will nicht, daß sie wieder über die Augenbrauen rutschen. Sieht echt scheiße aus, sowas, Junge, Junge!




Hurricane

— geschrieben von julieparadise @ 16:20

Gooooooooooooooooooooooo!!!!!!!!!!!

Ähm, vorher muß ich erst mal Tickets kaufen.





Meiner ist größer!

— geschrieben von julieparadise @ 09:46

Ich bin eine junger Frau durchschnittlicher Größe und nicht eben bekannt dafür, mich allzu freizügig zu bekleiden.

Mein Freund ist ein junger Mann und nicht eben bekannt dafür, sich im Hip Hop-Baggystyle zu kleiden.

Daher erstaunt es mich jedesmal, wenn ich die Wäsche zusammenlege, daß sein Stapel soviel größer ist. Die gesammelten Messungen der Küchenwaage ergaben, daß sein Stapel auch mehr wiegt: Im Schnitt etwa das Drei- bis Vierfache. Und das, obwohl von mir aus dem gleichen Zeitraum mehr Wäschestücke zusammenkommen. Noch erstaunlicher wird das Ganze, wenn man bedenkt, daß, obwohl auch das Volumen seiner Kleidung viel größer ist, meine Klamotten im Schrank genausoviel Raum einnehmen wie meine. Obwohl, das überrascht jetzt wohl doch niemanden ...

Nachtrag: Wer dieser Stelle einen Beitrag zu einem anderen Thema erwartet hatte - ist ein Chelm.





Ich geh jetzt Billardspielen!

— geschrieben von julieparadise @ 19:39

Wetten werden ab sofort entgegengenommen. Wer eine richtige Vorhersage trifft (Zahl der Spiele, gewonnen, verloren, was auch immer), gewinnt ein Eis von mir!
Steht mir bei!
Nachtrag: Ich brauch Eure Hilfe nicht! Ich kann auch allein 6:4 verlieren! Danke, sowas nennt man Freunde, Saubande!




Holz auf'm Kasten, bitte stapeln!

— geschrieben von julieparadise @ 15:59

Die Stöckchen fliegen tief derzeit:

Was war Deine erste "echte" PC-Hardware? - Ein PC (Schneider: Personal Line, PII 300 mit 36MB RAM) aus dem Quelle- oder Otto-Versand, den meine Mutti gefühlte 10 Jahre lang abbezahlt hat (in Wirklichkeit waren es 36 Monatsraten), gekauft August 1997.

Deine erste Anwendung, welche Du benutzt hast? - Word Perfect.

Dein erstes Spiel? - Da gibt's Spiele? Nee, im Ernst, ich mußte meine Mutti immer vom Solitär vertreiben, wenn ich schlafen gehen wollte, sie ist immer noch süchtig danach. Sie plant, mir in einem Jahr oder so einen neuen Laptop zu schenken, damit sie mit meinem (Siemens Amilo Pa 1510, 1GB RAM, 80GB Festplatte und noch mehr schickes Zahlengedöns) - na, was wohl? - Solitär spielen kann. Unfaßbar sowas, *hihi*

Hattest Du von Anfang an Spaß an der Materie? - Spaß? Ich mußte die Abschlußarbeit meiner Mutti für ihr Studium zum Heilerziehungspfleger abtippen, 80 Seiten sind's geworden. Nee, Spaß sieht anders aus. Danach wurde es aber nett, weil ich durch Computer u.a. gelernt habe, daß man es sich als Mädchen entweder bequem machen kann und Freunde bitten kann, doch bitte dies und das einzubauen. Oder frau lernt, Dinge selbst einzubauen. Ich bin heute noch stolz auf mich, daß ich es gewagt und geschafft! habe, einen internen CD-Brenner einzubauen, mit allen bösen Kabeln sofort(!) an der richtigen Stelle. Und es gibt mir Sicherheit, letztlich zu wissen, daß es schwer ist, wirklich "etwas falsch zu machen". Von Datenverlusten mal abgesehen, kann ja nicht viel passieren, was nicht mit Formatieren und neu Bespielen behoben werden kann.

Seit wann bist Du online, und mit welchem Anbieter? - Seit 1997, mit snafu, eine Berliner Internetklitsche, soweit ich weiß. Gekündigt habe ich erst dieses Jahr im Februar. Das ist Kundentreue, ich war auch immer sehr zufrieden mit denen. Mit einer 16000er Flat + Telefonflat + Movieflat (für die grottigsten PRO7-Filme ever, nie benutzt also) lebt es sich aber doch besser, als mit einem Modem.

So, da der Stöckchenpapst kürzlich gesprochen hat, sei er hiermit aufgefordert, sich dies Holz zu schnappen und verdammt noch mal nicht zu jammern, daß wir die Stöckchen töten würden, nicht wahr, René!? Das Gleiche bitte ich auch Anne, Malcolm, den Logopäden und CosmoCroc zu tun. Der Björn ist ja bereits von anderer Seite bedacht worden, wie schade.





Kleines Ferkel!

— geschrieben von julieparadise @ 14:34

Wie viele Spritzer gibt es , wenn Julie im weißen T-Shirt vorm Computer Spaghetti mit Wienerwürstchentomatensoße mampft?

16 - ich hab nachgezählt.





Gruppentherapie oder Warum bloggen so verdammt glücklich macht

— geschrieben von julieparadise @ 12:48

Spreeblick-Malte hat mal in einem Kommentar geschrieben, daß Bloggen das Zeug zur Intellektuellen-Soap hat, besonders, wenn man die Leute persönlich kennt. Es ist ja auch wie in einer guten Soap: Es gibt die Yvonne Catterfelds und Andreas Elzholzens (Wann habe ich das letzte Mal eine Soap verfolgt?), junge hübsche Menschen machen so crazy Sachen, es gibt Action und Drama und ganz viel Gefühl, jeden Tag ist was Neues los, es kann nie abgedreht genug sein und wenn man mal einen Tag nicht nicht guckt, hat man schon was verpaßt. Am Ende ist es wie mit dem BRAVO-Lesen: Selbst wenn man noch nie Sex hatte, weiß man doch hinterher, daß es egal ist, ob man einen schiefen Schwanz hat oder eine Brust größer ist und daß man vom Küssen nicht schwanger wird.

Und mal ehrlich: Die tägliche Dosis Soap machte verdammt
glücklich.

Auf Fantreffen schließlich (Trekkies haben das, GZSZ-Fans, und ja, Blogger auch) lernt man andere kennen, die mit Johnny und dem Don oder Mercedes leben. Nur: Hier darf man sogar selbst mitmachen. Und das nicht nur auf einem nachgestellten Konzert, wo man am Wandertag Publikum spielen muß (Rosenstolz-Gig für GZSZ, weil ein Produktionsassi der Schwiegersohn unseres Physiklehrers war. Und ich als harte Rockerbraut - damals hatte ich noch Dreadlocks - mußte ganz vorne stehen, damit es authentisch wirkt. Seit wann sind denn bitte Rastas bei Rosenstolz authentisch? Aber egal ...). Bei Bloggern werden halt nur statt Autogrammen Streicheleinheiten an Iros verteilt, hach, was war das kuschlig (letzte Worte zur re:publica, versprochen)!

Jetzt werd ich schon wieder sentimental ...

.

.

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Mal im Ernst: So hanebüchen wie in Seifenopern sind die Stories in Blogs zum Glück nicht, wenn etwas wirklich absurd ist, dann hat doch meist das Leben die Geschichte geschrieben, und es schreibt nicht nur Geschichten mit Happy End. Und wenn jemand stirbt, taucht er auch nicht zwei Monate später in einer anderen beknackten Serie wieder auf. Der Großteil der Emotionen hier ist echter als im TV, auch wenn Unkundige zuweilen behaupten, daß kein Medium unpersönlicher wäre als das Internet. Das stimmt einfach nicht. Wenn ein bewegendes Thema angeschnitten wird, dann bringt das andere zum Nachdenken über ihre eigenen Erfahrungen, und es folgt keine Werbung, die einen wieder rausreißt und verkündet, daß die neue Verliebt in Berlin-Kollektion im Sat1-Shop erhältlich ist. Ich muß nicht cool sein, das können andere besser, aber ehrlich, das zählt. Und ehrlich und packend ist doch verdammt vieles im Netz, auch wenn böse Zungen (statistisch untermauert (?)) behaupten, der Kommerz würde alles unterwandern und schließlich gewinnen. Das ist dann eine andere Schiene, eine andere Motivation, die bestimmte Leute antreibt. Manche - ich auch - sind regelrecht erleichtert, wenn zufällig etwas hochgespült wird, das lange verdrängt wurde, dann schreibt man etwas dazu, weil man nicht gut darüber reden kann, bekommt ein paar warme Worte und fühlt sich schon ein wenig leichter.

Gruppentherapie eben. Oder: Die bessere Soap.





Der ist zu gut ... (2)

— geschrieben von julieparadise @ 21:57

"Hase, hast Du das Bild von meinem geilen Desktop gepostet?"

"Ja, hab ich."

"Und, schon ganz viele Kommentare? So ein tolles Foto. Und erst das "porn"-Banner, hehe."

"Äh, ich glaube, diejenigen, die das lesen, sind an anderem als der nackten Carmen Electra interessiert. Die kommentieren eher bei Posts wie bei dem, wo ich gefragt habe, warum so wenig Frauen an politischen Diskussionen teilnehmen."

"Na, ist doch ganz klar."

"Was?"

"Warum Frauen nicht mitdiskutieren."

"Warum denn? (Stirnrunzeln)"

"Na, damit die Diskussion sinnvoll ist."

Bilder dazu? - "Der Feind in meinem Bett" wahlweise auch "Baywatch"





Der ist zu gut ...

— geschrieben von julieparadise @ 09:25

als daß ich den nicht noch einmal bringen könnte. Der Schatzmeister und sein gepimpter Desktop mit Carmen, rroarr ...
man beachte das Banner oben links, hihi




Kloß im Hals

— geschrieben von julieparadise @ 22:38

Vorhin hat Nerdcore-René auf die Verleihung des Pulitzerpreises 2007 an Renée C. Byer hingewiesen. Sie wurde ausgezeichnet für eine Fotodokumentation, die den vergeblichen Kampf eines Jungen gegen den Krebs zeigt, sowie die Liebe und Wut und Trauer der Mutter.

Die Fotos haben schlimme Erinnerungen in mir hochkommen lassen. Mit 10 Jahren (1990) wurde bei mir ein Herzfehler diagnostiziert und behandelt, der angeboren ist, sich über die Jahre aber deutlich verschlimmert hatte. Im Zuge der Behandlung wurde eine "Gewebeanomalie im Bereich der Speiseröhre" auf einem Röntgenbild gefunden. Da niemand Ursprung und Charakter dieser sich verändernden Anomalie kannte, bin ich von der Berliner Charité, wo ich behandelt wurde, zur Aufnahme auf Station 2A bestellt worden. Im Haupthaus irrten meine Mutti und ich erst einmal eine Zeitlang herum, denn die Hinweistafel im Erdgeschoß wies 2a als Urologie aus - wo ich schwerlich etwas zu suchen habe. Schließlich fragten wir eine Krankenschwester, an wen wir uns wenden könnten, sie überlegte eine Weile, bis ihr Gesicht einen Ausdruck des Entsetzens annahm und sie auf das Schreiben der Charité wies: "2A ist die Kinderkrebsstation". Sie beschrieb uns den Weg. Selten habe ich meine Mutti so angespannt und besorgt gesehen. Ich glaube auch, dies war einer der Momente, in denen ich merkte, wie hilflos auch Erwachsene sein können, wie sehr sie mich liebt und wie weh ihr die Vorstellung tat, mir könnte etwas passieren. Herzfehler hin oder her, aber Krebs?

Auf Station 2A angekommen, war das erste, was ich sah, ein stockdürres Mädchen mit Glatze. Ich hatte so dünne Kinder vorher nur im Fernsehen gesehen, in Berichten über Hungersnöte. Meine Mutter war mit dem Stationsarzt mitgegangen, ich sollte auf dem Gang warten. Eine Schwester sprach mich in einer fremden Sprache an, da ich nicht verstand, wiederholte sie ihre Frage, bis ich auf deutsch fragte, ob sie kein deutsch könne. Später reimte ich mir zusammen, daß sie mich, aufgrund meines russischen Namens, für eines der (weiß)russischen Krebskinder hielt, die kurz nach der Wende (unter anderem mit Spendenmitteln) in der Charité und woanders in Deutschland behandelt wurden.

Die nächsten zwei Wochen verbrachte ich auf der Krebsstation.

Glaubt mir jemand, daß die meisten Kinder, egal ob deutsche oder russische, die sich nur mit Schwestern verständigen konnten, egal ob mit Glatze oder amputierten Gliedmaßen, sich trotz allem fast wie normale Kinder verhielten? Unterricht gab es auf dieser Station nicht (anders als etwa auf der normalen Kinderstation oder sogar auf der Intensivstation - ja, ich habe Deutsch- und Mathestunden gehabt, 4 Tage nach einer Operation, mit Schläuchen in Mund, Hals und Brustkorb), worüber sich alle freuten. Wir haben den ganzen Tag gespielt, oft "Vier gewinnt", manchmal Fange, mit denen, die sich bewegen durften, wir haben Disney-Videos geguckt und uns alle geärgert, wenn mal wieder die Berliner S-Bahn vorüberfuhr, 15 Meter Luftlinie vom Fernsehraum entfernt, wobei das Fernsehbild krisselte und der Boden vibrierte. Von den teils sehr unangenehmen oder gar schmerzhaften Untersuchungen haben wir meist geschwiegen, da die Schwestern uns einschärften, daß wir Älteren den Kleinen damit Angst machen würden.

Auf meinem Zimmer lagen anfangs drei andere Mädchen, sie waren zwischen acht und zwölf Jahre alt. Ich habe ihre Namen vergessen, aber ich habe die Bilder noch vor mir. Eine hatte einen Tumor hinter dem Auge, der an meinem zweiten oder dritten Tag dort entfernt wurde - mitsamt ihrem Auge. Ich habe sie durch die Glastür und den Plastikvorhang des Isolierzimmers gesehen, in dem sie lag. Ein anderes, russisches Mädchen durfte gar nicht mehr aufstehen, als ich ankam, wenige Tage später ist sie von ihren Eltern abgeholt worden. Auf meine Frage, ob sie denn jetzt gesund sei, wurde mir ausweichend von ihrem Vater geantwortet, daß jetzt "Alles gut" sei. Mehr deutsch konnte er nicht. Dem dritten Mädchen war der rechte Unterarm amputiert worden, was uns in der zweiten Woche, als es ihr besser ging, nicht daran hinderte, Kissenschlachten zu veranstalten. Sie durfte auch bald nach Haus, so daß ich die letzten drei oder vier Tage ganz allein auf dem Zimmer war. Ich habe damals alles so hingenommen, erst im Lauf der Zeit stiegen die Bilder ab und an in mir hoch, so wie jetzt wieder.

Ich selbst bin schließlich operiert worden, bei der Untersuchung des von meiner Speiseröhre entfernten Gewebes stellte sich heraus, daß es eine Art Extra-Speiseröhre, ein Speiseröhrenblinddarm quasi gewesen war und die Veränderungen auf den Röntgenbildern von Nahrungsresten herrührten, die sich dort gefangen hatten. Insgesamt also harmlos und bei dem sonstigen Chaos in meinem Brustkorb (Herz auf der rechten Seite u.a. Kleinigkeiten) auch nicht mehr verwunderlich.

Damals habe ich nach insgesamt drei Operationen am Brustkorb innerhalb eines Jahres 32kg bei 1,60m gewogen, und was mir am stärksten von allem in Erinnerung geblieben ist, ist das Gefühl der Schwäche. Ich glaube, die anderen Kinder hatten auch mit am meisten darunter zu leiden, daß etwas mit ihrem Körper geschah, das sie nicht beeinflussen konnten. Mit dem Schmerz konnten fast alle heldenhaft umgehen: Manchmal gab es Situationen, wo eine gefühlige Krankenschwester es nicht fertigbrachte, eine Spritze oder einen Tropf in ein völlig zerschundenes Ärmchen zu setzen. Dann haben wir andere Stellen vorgeschlagen, wo es gerade nicht so wehtat oder wo keine Narben und Schwellungen waren.

Irgendwie verging die Zeit wie im Fluge, dann wurde ich aus dem Krankenhaus entlassen, alles war gut, ich durfte wieder zur Schule gehen und mußte nicht einmal die vierte Klasse nachholen, worauf ich damals sehr stolz war, denn ich hatte beinah das gesamte Schuljahr verpaßt, die Narben heilten und bis auf kleinere (oder größere) Probleme mit meinem Herzen war die Welt in Ordnung.

Heute bin ich dankbar für jeden Moment, den ich z.B. einem Bus hinterherrenne, fühle, wie mein Herz schlägt, wie lebendig und (verhältnismäßig) kräftig ich bin, wie ich schwimme oder fahrradfahre, denn das Gefühl, zu schwach zu sein, auch nur die Augen zu öffnen, ist für mich immer noch mit das Schlimmste. Vor allem aber bin bin dankbar für die Unfähigkeit des Menschen, Schmerzen zu erinnern.





Mein schwarzes Kleid

— geschrieben von julieparadise @ 15:24

Woran erkennt man, daß man mehr als bereit ist für eine Sache, einen Lebensabschnitt? Man kauft z.B. Dinge, die etwas damit zu tun haben, weit im Voraus, ich denke da an Reiseführer für eine Reise, die im Dezember stattfindet, aber schon im Januar kauft man einen Reiseführer und träumt sich so in Urlaubsstimmung.

Frauen scheinen für derlei Handlungsweisen empfänglicher zu sein, wenn ich nur daran denke, wieviele Klamotten ich (und Freundinnen) schon in der Hoffnung gekauft habe, irgendwann bestimmt schlank genug zu sein. Das ist dann wohl auch die Art Frauenemotionalität, die für Männer "so nachvollzehbar ist wie die Ehe [ihrer] Eltern".

Ich habe mir heute ein schwarzes Kleid gekauft, das sehr viel Platz für einen Kugelbauch läßt und trotzdem noch total süß aussieht.

Und nein, es ist noch nicht soweit.





Björk - Charlene

— geschrieben von julieparadise @ 09:26

Warum nur versteckt die Gudmundsdottír so einen Song auf einer B-Seite?




Warum ich mich ungern über Politik äußere - und was das vielleicht mit dem Geschlecht zu tun haben könnte

— geschrieben von julieparadise @ 22:34

Wenn in meiner Umgebung eine (politische) Diskussion stattfindet, verhalte ich mich meist ruhig. Ich höre zu, beobachte, lerne, staune. Bewundere die, die ihre Position nachvollziehbar machen, eigene Unzulänglichkeiten und Informationslücken zu überwinden trachten und auf den Diskussionspartner - nicht -gegner! - eingehen. Versuche, verschiedene Positionen zu verknüpfen, verliere manchmal die Konzentration, weil oft ein Punkt erreicht ist, an dem man sich doch nur wieder anschreit und alles aussichtslos scheint. Wenn alle reden, hört keiner mehr zu.

Björn Grau hat es, glaube ich, aufgegeben, mich in (politische) Diskussionen verwickeln. Er ist ein guter Freund von mir, aber ich habe ihm einmal geschrieben, daß ich nicht mehr mit ihm über Politik diskutieren möchte, weil er besser und häufiger argumentiert.

Vielleicht habe ich damit eine Schwäche zugegeben, die viele Frauen (meist unnötigerweise) zu haben glauben, vielleicht ist das mangelnde Selbstbewußtsein oder Durchsetzungsvermögen erziehungsbedingt (Der Spruch "Die Jungs machen, die Mädchen versuchen" war der Lieblingsspruch unseres Klassenlehrers auf dem Gymnasium, ich habe ihn beinah täglich zu hören bekommen über sieben Jahre hinweg), vielleicht entspringt die Zurückhaltung aber auch der Einsicht, daß es nicht nur Anführer, sondern auch Angeführte geben muß, die allerdings nicht wie dumme Schafe folgen, sondern reflektieren, wo sie stehen und erkennen, wer ihre Position vertritt.

Nicht jeder, der sich nicht äußert, hat per se nichts zu sagen. Manchmal ist man mit seiner eigenen Entscheidungsfindung erst dann zu einer Meinung gelangt, wenn die Karawane längst weitergezogen ist. Dann war zwar die eigene Beschäftigung mit dem Thema nicht umsonst, aber einbringen kann man diese nicht mehr. Manche sind eben bedächtiger als andere und ich habe es satt, als naives Dummchen abgetan zu werden, nur weil ich mich, oft aus Unsicherheit, lieber erst einmal nicht äußere, bis ich nicht halbwegs mit den Feinheiten des Themas vertraut bin. Bei vielen Themen ist lustiges Daherplappern nun einmal nicht angemessen, davor habe ich Respekt. Oft sind auch die Quellen trübe, aus denen die Informationen stammen, die Wahrheit kann von einer Seite aus eine andere sein als aus einer anderen Perspektive. Emotionen spielen eine Rolle, Schwarz und Weiß, Gut und Böse. Es gibt viel Grau, viel Sowohl-Als-Auch. Überdies: Nicht jeder muß immer zu allem etwas zu sagen haben. Wenn alle reden, hört keiner mehr zu.

[20.4.07, 9.46 - Nachtrag: Mitmachen! Mein Brief ist schon auf dem Weg.]





Stöckchenschmus

— geschrieben von julieparadise @ 17:03

Der René hat heute Stöckchen verteilt, weil: "Stöckchen sind keine Selbstbedienung

Unter ein Stöckchen, diesem beliebten Instrument der Blogger-Sozialisation, [...] zu schreiben ”bedient euch bitte“, dass ist äußerst kontraproduktiv, denn es tötet das Stöckchen und ich will mir nicht nachsagen lassen: „René, Du hast das Stöckchen getötet.“ Es widerspricht dem Netz. Werft die Stöckchen bitteschön weiter an Leute, die Ihr mögt und nennt sie mit Namen und verlinkt sie, denn das ist es, worauf es ankommt.

Dieses Stöckchen werfe ich weiter an Alex, Jan, Olli, Malcolm, Julie. So sieht’s aus. Warum die Dinger aber immer an fünf Leute weitergeworfen werden, weiß ich auch nicht."

Ja, und nu? Ihr seid Spaßvögel, ihr InterNetzer (die zum Glück nicht aussehen wie der Ex-Fußballer mit dem Holzpuppengesicht). Ihr mit euren lustigen Spielen. Nun hab ich also mein Stöckchen. Brav aufgefangen hab ich's, jetzt guck ich's mir an und denke: "Scheiß drauf, ist doch kein Bumerang!" Je mehr Leute so Stöckchendingsens auffangen und weiterwerfen, umso mehr fliegen mir davon um die Ohren, am Ende hat man ein Problem wie mit dem Weltraumschrott. Der ist auch überall.

So

sieht es aus, mein Stöckchen, und jetzt komm mir keiner mit "Das ist ja ein Finger!" - Äh, ok, bei Hänsel und Gretel hat es funktioniert, andersrum, selbstverständlich, einen Versuch war es mir wert.

Ach, macht doch, was ihr wollt, nu los, Miss Sophie, Anne, Björn Grau und Herr Dobschat. Ja, einen hab ich noch, Herr Stein.





Man muß ja auch mal ein Erfolgserlebnis haben

— geschrieben von julieparadise @ 12:15

Vorhin: Gespräch mit dem Professor, es geht um eine Buchveröffentlichung (Edition mandäischer Handschriften), die ich betreuen soll.

Ich: "... Und ein Stylesheet vom Verlag, gibt es das schon? Sind alle Beiträge eingetroffen? Dann erstelle ich ..." Bam! Bam! Bam! "... und dann müßte das Ganze ja bis Juli abgeschlossen sein."

Professor: "Äh, ja, soweit habe ich das noch gar nicht durchgeplant."

Mann, bin ich heute zackig! Wenn ich immer so wäre, könnte ich glatt Karriere machen.





Heino-Content

— geschrieben von julieparadise @ 08:12

Ich: scharze Schuhe, schwarze Hose, brauner Gürtel, braunes Shirt, schwarzer Pulli.

Schatzmeister: "Willst Du wirklich so gehen?"

Ich: "(fragend) Ja."

Schatzmeister: "(beginnt zu singen) Schwarzbraun ist die Haselnuß..."





Grüß mit Gott

— geschrieben von julieparadise @ 00:52

t'ená yəst'-əll-əññ (amharisch)

Gesundheit er(Gott)-möge-geben - (dir)-um-meinetwillen

Gemeint ist: Gott möge Dir Gesundheit/Wohl schenken, weil ich es Dir wünsche

(Aussprache: t' muß hart (emphatisch / pharyngal) gesprochen werden,

ə sollte als Schwundlaut, wie im Berlinerischen "kannste" behandelt werden und

ñ klingt wie der Palatal im spanischen Señora)

Gott als Subjekt des Verbums muß nicht genannt werden, da er für die meist orthodoxen Christen in Äthiopien sowieso Urheber aller Dinge ist.

An diesem simplen Gruß kann man einige der Feinheiten, wegen derer ich die semitischen Sprachen so liebe, beobachten.

Das Kasussystem, wie man es aus den indogermanischen Sprachen kennt, steht dem semitischen sehr nahe, viele Beziehungen innerhalb der Sprache werden allerdings durch das Anhängen von Objekt- (əll-əññ = für mich / zu meinen Gunsten, nägär-o/ -a = er sprach zu ihm / ihr) und Possessivsuffixen (abba = Vater, abb-i = mein Vater) ausgedrückt, dadurch ist der Satzbau relativ variabel. Das Verbalsystem ist raffiniert ausgeklügelt, es gibt einen meist dreiteiligen, "Wurzel" genannten Wortstamm, dem Elemente voranstehen, eingefügt sind oder angehängt werden, sowie verschiedene Vokalisationsmuster (Bsp.: 'əz - qəddase = Heiligung, qəddesat = Heiligkeit, qəddus / qəddəst = heilig (m. / f.)) Diese Regelmäßigkeit macht semitische Sprachen relativ leicht zu lernen (von der Tatsache einmal abgesehen, daß viele Sprachen ein eigenes Schriftsystem besitzen, aber hey: no pain, no gain!) und läßt meine Begeisterung für sie seit Jahren stetig wachsen.

In diesem Sinne: t'ená yəst'-əll-əññ

Nachtrag: Wie mir soeben mitgeteilt wurde, sind obige Ausführungen nicht einmal für Philologen (Germanistik/ Romanistik) verständlich oder spannend, ich werde daher davon absehen, Euch weiterhin über die bewundernswerten Phänomene der Semitistik zu informieren (als da wären: Ergativität, oblique Kasus, die Frage, ob neusyrische Dialekte, die das System der Radicität weitgehend aufgegeben haben, noch als semitische Sprachen zu betrachten sind usw. - es hätte so schön werden können ...)





"Ist mir egal, ich muß meinen Fahrplan einhalten!"

— geschrieben von julieparadise @ 13:26

Bustür zu, losgefahren.

Frühlingssonne im Gesicht, morgens in einer Bushaltestelle. Noch weit entfernt von meinem Ziel, kriechen nacheinander Wut und Übelkeit in mir hoch.

Meine Tasche! Oh, die hatte der nette Mann, der mich aus dem Bus gehievt hatte, neben mir abgestellt.

Rückblende: Ich war gehetzt aus der Tür gerannt, ohne Frühstück, mit nur einer Kontaktlinse, da mein linkes Auge schmerzte und ich ums Verrecken nicht mit Brille vor die Tür gehe. 13,5 Diopitrien, mir doch egal, muß auch so gehen.

The Appleseed Cast im Ohr, vermischten sich irgendwann die Stimmen im Bus mit der Musik, gingen über in ein Pfeifen, grau, nach unten, Brechreiz, aahhh, ein Ruck.

Warum starren mich alle an?

Die Frau, die bis eben neben mir gesessen hatte, reibt sich ihren rechten Arm, ich habe wohl um mich geschlagen: "Ist nicht so schlimm, Kindchen!"

"Brauchen'se'n Krankenwagen?"

- "...(Kopfschütteln)"

"Bist ja imma noch janz keesich."

Eine nette Männerstimme: "Frische Luft hilft erstmal. Warten Sie ..."

30 Leute beobachten, wie mich ein Mann in eine Bushaltestelle schleppt. "Sicher, daß alles in Ordnung ist?"

- "Mhm (Kopfnicken)"

"Wenn Sie noch einen Moment warten, steigt die junge Dame gleich wieder ein! Geht's, hm?"

Busfahrer: "Ist mir egal, ich muß meinen Fahrplan einhalten!"





Stinkende Gören

— geschrieben von julieparadise @ 10:12

Woran erkennt man als Unbeteiligte, daß der junge Mensch neben einem die Geschlechtsreife erreicht hat?

Am süßlichen Schweißgeruch.

Duschen ist peinlich, so wegen nackig und so, da stinkert man lieber vor sich hin und glaubt doch allen Ernstes, es merkt keiner.

Ich hab's gemerkt, du kleine eklige Mistmade!





Videopingpong

— geschrieben von julieparadise @ 10:38

pong!

ping!





Farce zum Kaffee

— geschrieben von julieparadise @ 06:31

Nachher kommen mein Vater und seine Frau zum Kaffee. Mein Freund hat Kuchen gebacken, wird aber nicht da sein, weil er das Geseier meines Vaters einfach nicht erträgt. Ich ertrage es auch kaum, habe außerdem beinah noch mehr Angst, daß ich nicht einmal das dümmliche Gequatsche, sondern peinliche Stille aushalten muß, aber man kann sich seine Familie nun einmal nicht aussuchen.

Wir wohnen jetzt seit 3 Jahren in unserer Wohnung, in dieser Zeit war mein Vater nie bei uns, er hatte nicht einmal die Adresse, bevor ich ihn eingeladen habe. Warum ich es überhaupt tat?

Eltern sollten schon wenigstens wissen, wo und wie ihre Kinder wohnen. Das "wie" ist hier besonders wichtig, weil ich meinem Vater so zeigen kann, daß ich gar nicht so nichtsnutzig bin, sondern durchaus mit Geist (Bücher) und Geschmack lebe. Und Spaß. Auch das kann man unserer Wohnung entnehmen. 24 Regalmeter voll Bücher sind zwar sicher nicht seine Welt, aber hinterher wird er vor seinen Freunden mit seiner klugen Tochter angeben - mir gegenüber äußert er sich immer sehr abschätzig.

Zur Farce wird das Ganze deshalb, weil keiner von uns wirklich Lust auf dieses zwanghafte Treffen hat. Ich nicht, er nicht, sie nicht.
Hinzu kommt: Die beiden als Ehepaar einzuladen, ist grotesk. Mein Vater ist wohl homosexuell, hat es sich aber nie eingestanden. Seine Frau hat seit Jahren einen Freund. Die beiden wohnen gar nicht zusammen. Nur meinen Vater einzuladen, wäre aber unhöflich, weil ich offiziell gar nichts von ihrem seltsamen Eheleben weiß. Meine Mutter ist eine gute Freundin von der Frau meines Vaters, er weiß davon nichts.

Ich hoffe, mir ergeht es nicht wie meiner Mutti: Die hatte immer Gähnkrämpfe, wenn mein Vater anwesend war, so langweilig und blöde ist er.





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