Julie Paradise

Max

— geschrieben von julieparadise @ 20:11

Max, du hattest schwarze Haare, warst groß und schlank und schön und du hast mich nett angelächelt, als wir uns im Theater nebeneinander setzten. Sehr nett. Warst Du aus München? Bei München? Ich hab die ganze Zeit nur auf dich achten können, also mußte ich mir "Eyolf" noch ein zweites Mal ansehen, um nachzuholen, was ich an Theater an diesem Abend verpaßt hatte. Schließlich warst du ganz großes Kino. Wwrroooom hatte es gemacht.
Nach der Vorstellung hast du mich auf ein Bier eingeladen, ich hab bezahlt, weil du doch nicht mehr soviel Geld dabei hattest. Wir sind spazieren gegangen in Mitte, du warst sehr verliebt. Und sehr direkt. Soweit war ich noch nicht, das ging mir zu schnell.
Wir hatten uns für den nächsten Tag verabredet, am Alex, aber du bist nicht gekommen. Aus Frust habe ich für 200 Mark CDs gekauft.
Wir hatten uns dann noch einmal verabredet, später aber hattest du abgesagt. Beim vierten Telefonat hast du mir mehr als einmal gesagt, wie geil ich wäre. Vielleicht hätte ich da besser zuhören sollen, mehr auf die Untertöne achten. Du wolltest dich noch einmal mit mir verabreden, unbedingt, mir wurde es langsam unheimlich, aber irgendwann habe ich zugesagt. Wir wollten am Hackeschen Markt Cocktails trinken und du warst pünktlich.
Du kanntest einen Club, der direkt am Wasser gelegen war, irgendwie sind wir umsonst reingekommen. Wieder hab ich die Getränke bezahlt. Du warst hübsch und pleite, es gibt Schlimmeres.
Nach Mitternacht haben wir uns auf den Heimweg gemacht, du wolltest mich zum Nachtbus bringen, obwohl, eigentlich wolltest du etwas anderes. Ich mochte dich, wirklich, aber ich hätte nicht geglaubt, daß du so böse aussehen kannst. Gierig. Es folgten Vorwürfe und schließlich Beschimpfungen. Ich habe mir das eine Weile lang angehört, versucht zu beschwichtigen, habe dir gesagt, daß wir uns vielleicht nicht mehr sehen sollten und mich dann umgedreht.
Das Nächste, woran ich mich erinnere, sind deine Hände um meinen Hals. Große Hände. Ich weiß, wann es ernst ist, wann ich mir keine Panik und keine falsche Bewegung leisten darf, das habe ich früh gelernt und es hat sich ausgezahlt. Ich habe mich fallenlassen, getan, als wäre ich ohnmächtig. Du hast losgelassen und ich bin weggerannt.
Dein wütendes Gesicht, als du merktest, daß am Ende ich dich gefickt habe und nicht du mich, dieses Gesicht werde ich nicht mehr vergessen. Wie du aussahst, als es noch lieb und gut war, weiß ich nicht mehr.




die Mutti vom kleinen Benjamin wird gebeten, ...

— geschrieben von julieparadise @ 16:42

War das wirklich „imaginary animals“ vorhin im Kauderwelsch-Café?



meine Frösi:

— geschrieben von julieparadise @ 14:45

Iiiieehh, ich hab so Regenlocken!


Nachtrag (17.32): Jetzt sind sie ab.





Hunger!

— geschrieben von julieparadise @ 13:01

Und weil Liebe durch den Magen geht, hätte ich gern Götterspeise aufs Brot (eindeutige Avancen gab es gerade beim Essen).

GB: "Wenn Buttermilch schön macht, mußt du langsam mal aufhören. Hehe."

GS: "Wenn das so weitergeht, landen wir dieses Jahr noch zusammen in der Kiste."





Wie du mir so ich mir auch!

— geschrieben von julieparadise @ 12:10

Hab ich früher gedacht. Hab ich früher gemacht. Hat manchmal wehgetan. Doppelt. Jetzt weiß ich, was ich wert bin.



Woher

— geschrieben von julieparadise @ 11:44

(ich liebe Fragewörte in Überschriften, also, eigentlich keine Übercshriften, sondern gleich mitten hinein in den Text, und die Überschrift ist mehr so ein Teaser - wozu dann also noch Überschriften, mag man sich da -zu Recht - fragen: Na, damit zumindest der Anfang meiner grandiosen Texte [keine Widerrede!]
das bekommt, was er verdient: Dicke, fette Schrift!)

woher also nehme ich die Gewissheit, daß "die Leute" in der S-Bahn hinter ihren leeren Gesichtern nicht genau das Gleiche denken wie ich: Hhm, gestern nacht ... - Hanna anrufen, fast vergessen - Yeah, das rockt aber, muß ich mal sehen, ob ich nachher noch die Platte ...

Aber müssen die dabei immer so grimmig gucken?





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