Countdown
Düüüt, düüüüt, wir unterbrechen das Programm für eine wichtige Durchsage:
Stellt schonmal den Sekt kalt, legt die Füße hoch und wärmt die Maus an!
10 ... 9 ... 8 ... 7 ... 6 ... 5 ... 4 ... 3 ... 2 ... 1
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Lieber r0ssi, vielleicht hilft Dir ja ein weiteres Urlaubsschuhbild, die Malaise zu überwinden? Allein am Strand ist eh langweilig ...
Sonne!
30°!
Wackelpudding zum Frühstück! Wackelpudding!
Und das Beste: Urlaub!
würde ich jetzt twittern, daß ich gerade (Blatt)Salat esse, und dazu die essentielle Frage stellen: "Kann man Salat auch in Würde essen?"
Da ich aber nicht twittern tu, sondern vorm Rechner hocke und meine Tastatur vollsprötze, tipp ichs einfach ein. Macht ja auch Spaß, und die Tasten passen besser zu meinen Wurstfingern als die kleinen Handyknöpfel.
Nachtrag: Ich würde außerdem aus aktuellem Anlaß twittern, daß Menschen aus Hamm wohl so richtig cool sein müssen, ich beneide sie, denn sie sind alle Hammer!
Um 12 nochmal weg, ins Partyviertel von Schöneweide, will heißen: 2 Dönerläden mit Discobeschallung samt Glitzerkugel, abgehalfterte Thekenschlampen und Berufsalkis sowieso, besoffene Gören unterwegs und die Ampelphase gilt nur für Weicheier. Endlich angekommen in der BillYardFabrik, froh, die dämlichsten Mitbürger hinter sich gelassen zu haben, tauchen neue Probleme auf. Der Typ von gegenüber glotzt mich die ganze Zeit an. Liegt es an meiner Jeans, die nur noch bedingt jugendfrei an mir herunterschlackert? Ich glaub, ich habe abgenommen, aber bei so widerlichen Gaffern freut mich das auf einmal gar nicht mehr, muß ich doch jeden Moment befürchten, daß ich mich allzu sehr entblöße. Vielleicht liegt es ja an meinem schwarzen engen Shirt? Hey, daß ich mit meinem Freund und 4 anderen Jungs hier bin, stört den gar nicht. Ich seh dich gar nicht, du Typo! Es gibt Männerblicke, die machen, daß ich mich begehrenswert und schön fühle, und es gibt Männer, die so durch Kleidung hindurchzusehen scheinen, daß ich mich nackt und schutzlos fühle, und das ist kein gutes Gefühl. Überhaupt, was sind denn heute für Leute hier? Außer mir um 12.30 nur noch ein anderes Mädchen, sonst mehr oder weniger angesoffene Kerle, die laut sind und grob und verzweifelt locker und witzig. Das Mädel, hhm, die wird auch angegafft, von dem Kumpel "meines" Gaffers. Sie sieht dümmlich aus, spricht zu laut, ihr Hose sitzt zu tief, die Haare sind zu blond, gekreppt, aber angestarrt wird sie wie ich. Wirke ich auch billig? Auf dem Weg zur Toilette versuche ich, möglichst souverän zu wirken. Wenn ich mir das vornehmen muß, funktioniert es sowieso nicht. Kurz vor zwei: Ich will nach Hause, alles zu laut hier, zu viel, zu anstrengend.
Mein Nachtleben.
Live-Bloggen ist schwer in Mode, da bin ich mal trendy und mach mit. Ich hab mir heute ein ganz besonderes Venue ausgesucht, um alle an den aufregenden Ereignissen hier teilhaben zu lassen: meinen Balkon! (11:01)
Um zuerst mal männliche Phantasien anzuheizen: Ich bin direkt aus dem Bett auf die Liege auf dem Balkon gefallen, Julie, wie Gott sie schuf und H&M sie verhüllte, an den strategisch wichtigen Stellen. Denn leider wohnen schräg über uns Typen, die 1.) einen guten Blick auf unseren Balkon haben und 2.) nicht verdient haben, besagte strategisch wichtige Stellen unverhüllt zu sehen.
Man entschuldige bitte etwaige Rechtschreibfehler, aber die Ereinisse hier auf dem Balkon überschlagen sich geradezu, eben kam mich ein Spatz besuchen, dem muß ich mich erst widmen, da ich befürchte, mein Tippen vertreibt ihn. Gleich geht`s weiter! (11:05)
So, ich hab mir ein Eis geholt, nachdem der Spatz keine Anstaltem macht, nochmal vom Fensterbrett unserer Küche auf die Blumenkästen herüberzuhüpfen, wo ich ihn sehen kann. Blöder Spatz, in den Blumenkästen findest du frisch gestreute Blumensamen, aber wer nicht will ... Was für Eis? Magnum Moments, und weil das nicht reicht, noch ein Wassereis. Hey, es ist Sommer! Ich dreh mich mal auf den Rücken, da tippt es sich nur leider nicht so gut, aber ich berichte natürlich weiter, wenn etwas Aufregendes passiert! Stay Tuned! (11:11)
Oouuuhhhhhhhh: Eingeschlafen! (11:23)
Back on my ass, will meinen: Jetzt sind die Beinchen dran, nachdem ich mir gut den Rücken angesengt habe und die Sonne soweit rum ist, daß es nicht mehr für Ganzkörperbestrahlung reicht. Der Spatz war wieder da und hat geflirtet mit seiner Spatzin, schnäbel schnäbel. (11:29)
Weggesifft und aufgeschreckt - hat man denn hier gar keine Ruhe? Da brüllt wieder der Pöbel von unten rechts: "Du mieses Stück Scheiße, ich schlag dir den Schädel ein!"
Hab ich erwähnt, daß Schöneweide mal "Slums von Berlin" genannt wurde? Hat jemand den Mittelteil von "Mein Berlin" noch im Gedächtnis? Aber so dramatisch, wie das jetzt klingt, ist es nicht, die beiden haben besäufnisbedingt grade noch genug Kraft, um irgendetwas aus dem Fenster zu schmeißen und so jemand anderem wehzutun, für Schläge reicht es nicht mehr. Ich hab die beiden öfter im Dönerladen ums Eck gesehen, eigentlich haben die sich lieb ... und nehmen sich beide nichts. Sie: "Komm doch her du Waschlappen mit deinen Warzen auf ... " an dieser Stelle möchte ich wegblenden, meine Phantasie geht mit mir durch, so daß ich wünschte, ich würde nicht immer gleich alles bildlich vor mir sehen. Oh, jetzt streiten sie drin weiter, wohl im Wohnzimmer. Ruhe. Schön! (11:40)
Sonne weg, Hautkrebs, ich komme (allein den Rücken eincremen macht sich echt prima ...), wird langsam kalt hier, danke für Ihre Aufmerksamkeit, ich bin raus, ist ja nichts los hier ... (11:55)
Es ist ja jetzt schon wieder einige Tage her, daß ich Built To Spill und Kate Mosh im Postbahnhof gesehen habe, daher nur einige kleine Impressionen:
Kate Mosh klingen wie die kleinen Brüder von The Notwist, nur daß sie nicht an die Computer dürfen und etwas wilder sind. Und sie waren anfangs extrem verunsichert, haben sich dann aber gemacht. Das war so Kopfhörermusik, vorm Einschlafen weiche Indiemelodien mit vielen Ausbrechern ins Rockige, insgesamt war's aber schön, ich werde da auf jeden Fall dranbleiben.
Ja, und dann Built To Spill. Man muß wissen, daß dieses Konzerterlebnis ein Geburtstagsgeschenk meines besten Freundes war, der meinem Musikgeschmack bisher immer getraut hat. Das wird sich nun wohl ändern ... Die "You In Reverse", das letzte Studioalbum von BTS hatte ihm ja schon nicht so zugesagt, aber als Freund ist man da schmerzfrei, schließlich: Versprochen ist versprochen. Ihm schwante allerdings schon Übles, als die Herren die Bühne betraten: "Die sehen alle aus, als hätten sie kein Zuhause" - na, und so haben sie denn auch gespielt, so, als hätten sie keine Heimat in die es sich lohnen würde zurückzukehren.
Kein Song unter 7 Minuten! Keiner!
Und die Zugabe: 15 Minuten! Ein Song!
Wo der Haynes doch so auf knackigkurze Rock/Popsongs steht. Ich liebe es ja, wenn eine Melodie ausgewalzt wird, nochmal und nochmal, dann geht ein Song in den anderen über, so wie zum Beispiel bei Masters of Reality, irgendwann Ende der Neunziger, und am Ende hatten sie es geschafft, fast eine halbe Stunde durchzuspielen. So auch BTS. Haynes neben mir sah immer leidender aus, konnte sich das Gähnen nicht verkneifen, bekam ganz kleine Augen und sah aus, wie ein kleiner Junge, der nur noch ins Bettchen will. Hab ich heimlich beobachtet. Denn immer wenn ich ihn direkt angeschaut habe, hat er mir aufmunternd zugenickt und so getan, als hätte er Spaß. Ich bekomme ein ganz schlechtes Gewissen, wenn ich daran denke ....
...
not!
Also, wer die Chance hat, Built To Spill live zu sehen und sich von ihnen in Trance spielen lassen möchte, nutze die Gelegenheit, denn erstens waren die Tickets mit 18€ wirklich recht billig, und zweitens war das Konzert bei weitem nicht ausverkauft, in anderen Städten dürfte es ähnlich aussehen.
Auf meinem Balkon blühten letztes Jahr viele viele Blumen: Wandelröschen, Duftsteinrich, Elfenspiegel, Kapuzinerkresse, Zwergmargariten, Sammetblumen, Sommerjasmin, der so lange Ausläufer hatte, daß der Nachbar von unten sie von seinem Balkon aus anfassen konnte, Männertreu, Astern, Kornblumen, eine Mohnblume und noch einige mehr, deren Namen ich nicht weiß. Als der Herbst kam, habe ich zugeschaut, wie sie alle verwelkten, bis auf die Koniferen sind alle eingegangen, vertrocknet und erfroren. Dieses Jahr hat mich der Frühling überrollt, ich habe noch keine Zeit gefunden, mich um den Balkon zu kümmern, außerdem steht dort immer noch die Nähmaschine meiner Omi. Aber vielleicht ist es mit den Blumen wie in dem Bibelspruch von den Vögeln, die sich nicht sorgen um ihre Speise für den nächsten Tag, sie fliegen einfach umher und sind froh, es wird schon weitergehen.
Auf meinem Balkon blühen gerade wieder Blumen. Ich habe nichts für sie getan, sie nicht gesät und nicht gegossen, aber sie sind da und erfreuen mich.
die sich Suchanfragen nennt, hab ich gestern mal wieder Seltsames ausgekramt:
"schwenzel und gretel" - na, wenn das nichts Wirres ist, weiß ich ja auch nicht ...
"storys sex mit dem schwiegervater" - ich stell mir das so vor: Jemand denkt sich "Boah, und heute abend möchte ich vor dem Zubettgehen mal so richtig heiße Geschichten lesen, wie jemand ... , fein, dann such ich mal bei Google!" Ja, und was führt ihn dann zu mir? Muß ich nicht verstehen.
Schwein mag ich ja am liebsten auf dem Teller oder auf der Stulle:
... und weil die arme Sau ja schon geschlachtet ist, kann ich sie auch leider nicht mehr durchs Dorf treiben ...
Mein Berlin ist klein. Und zerstückelt. Und schön.
Gemacht - geboren - aufgewachsen in Schöneweide im Südosten der Stadt, kenne ich mich hier am besten aus, kenne in der Wuhlheide jeden Weg und die schönsten Stellen, weiß, wo Aalbeeren wachsen und wo man im Sommer den ganzen Tag in der Sonne liegen kann, ohne gestört zu werden.
Mein Berlin ist nicht Mitte, ist nicht Prenzlberg, ist nicht der Friedrichshain, mein Berlin, das ganz viel ist Köpenick.
Und ein wenig Dahlem, der FU Campus, die Seiten-und Nebenstraßen dort, und der Weg dahin. Jeden Tag eine Stunde mit dem Bus, meine Stunde, träumen und lesen und Musikhören, abends oft schlafen. Diese Strecke ist wie eine Nabelschnur, ein Tunnel, den ich nur an einer Stelle verlassen habe, vor 4 Jahren in Mariendorf, auf dem Weg zur Trabrennbahn. Etwas Lichterfelde kenne ich, ein wenig Steglitz, in Mitte nur die Gegend um den Potsdamer Platz, Unter den Linden entlang, vom Alex zur Storkower Straße, wo mein bester Freund arbeitet, über einer Polizeiwache, von dort zur Landsberger, Eberswalder, aber dreckig ist es dort, noch trauriger als in Schöneweide, also schnell nach Hause, abends mit der Tram 21 doch noch ein wenig Friedrichshain schnuppern, Ostkreuz, Freunde wohnen dort. Tagsüber weiß ich da nie, wo ich bin, nachts kenne ich mich besser aus, weiß wo der Nachtbus fährt, liebe es, angeschickert nach einer Party über die Warschauer Brücke zu gehen und beinah mehr Leute umgeben mich als tagsüber.
Schöneweide ist ranzig, dreckig, laut, 20000 Menschen haben hier vor der Wende gearbeitet, jetzt ist es kaum mehr ein Zehntel davon, wer geblieben ist, so war es lange Zeit, tat dies nur, weil er mußte. Einen Taximord gab es hier, der Mörder war mal auf der Geburtstagsparty einer Freundin, das Taxi mit dem toten Fahrer war am Haupteingang meines Gymnasiums abgestellt, Blut war auf den Bordstein getropft, am Montag haben wir es gesehen und sind erschauert. Eine zerstückelte Leiche wurde im Hinterhof des Hauses gefunden, wo ich in meiner Zeit des Alkohols bei einer Freundin abgestiegen war. Wir fanden es nicht gruselig damals, unsere Sorge war nur, daß uns der Wein nicht ausgeht. Wir hatten angefangen, die leeren Flaschen in der Küche zu stapeln, ganz hinten in der Ecke, wir haben sie nicht weggebracht, immer weiter gesammelt, und irgendwann war die Küche voll, der ganze Boden voller stehender Flaschen. Wir haben zwei Regalbretter drübergelegt wie Stege und so einen Weg gemacht. Wir haben gekifft und Bong geraucht, ich war ein halbes Jahr kaum in der Schule und bin doch irgendwie durchgekommen damit. Ich habe ein Arschloch angeschmachtet und immer wieder die Bong saubergemacht. Bin halt doch spießig und habe den Ordnungs- und Sauberkeitsfimmel in mir, den konnte ich nicht betäuben. All das nur eine Querstraße entfernt von dem Haus, in dem ich gezeugt wurde. Im Hinterhof hat sich vor zwei Jahren ein Mann mit Gas in die Luft gesprengt. Früher hat in dem Haus eine Freundin gewohnt, daneben mein bester Kumpel, wir sind immer zusammen die Rodelberge mit dem Fahhrad runtergepest, und auch die Stufen in der Parkbühne Wuhlheide habe ich mit meinem Mountainbike gemeistert, kein Junge hat sich das getraut. Dennis wollte mal, aber dann hat ihn der Mut verlassen, er hat gezögert und gebremst und sich das Schlüsselbein gebrochen. Ich mußte sein kaputtes Rad heimschieben, er war mir solange böse, bis ich ihm von einem Balkon in der Goethestraße Käsekuchen geklaut habe. Der war noch warm, und Dennis hat mich schüchtern auf die Wange geküßt, ganz schnell. Dann hat er mich gepufft und ist weggerannt.
Mein Berlin ist überall, wo Erinnerungen sind, nicht dort, wo man sich angeblich auskennen muß. Ich kenn hier kaum coole Läden, wenige Geheimtips, keine Schleichwege, wenn sie nicht in Köpenick sind. Und das finde ich nicht schlimm, eher finde ich es schön, daß ich, obwohl ich nie woanders gelebt habe, noch soviel Berlin entdecken kann.
ES KÖNNT ALLES SO EINFACH SEIN IST ES ABER NICHT buchstabennudeln der mann wäre da deudsche mark geld foto dritte hand bürste frauen mit brille blasen gut in brandenburg bin ich in die allee gegurkt ja vielleicht julie paradise musik es könnt alles so einfach sein nackig nähmaschinen "Littauer" planschkuh sind männer oder frauen schlimmer süße titten tumor hinter auge baby video Haben Geschlecht wie erkennt man ein Tumor hinter dem Auge
suchanfragen - kein kommentar ... tstststs ...
@docflo: Na, willste immer noch?
Iiiieehh, ich hab so Regenlocken!
Nachtrag (17.32): Jetzt sind sie ab.
Und weil Liebe durch den Magen geht, hätte ich gern Götterspeise aufs Brot (eindeutige Avancen gab es gerade beim Essen).
GB: "Wenn Buttermilch schön macht, mußt du langsam mal aufhören. Hehe."
GS: "Wenn das so weitergeht, landen wir dieses Jahr noch zusammen in der Kiste."
(ich liebe Fragewörte in Überschriften, also, eigentlich keine Übercshriften, sondern gleich mitten hinein in den Text, und die Überschrift ist mehr so ein Teaser - wozu dann also noch Überschriften, mag man sich da -zu Recht - fragen: Na, damit zumindest der Anfang meiner grandiosen Texte [keine Widerrede!]
das bekommt, was er verdient: Dicke, fette Schrift!)
woher also nehme ich die Gewissheit, daß "die Leute" in der S-Bahn hinter ihren leeren Gesichtern nicht genau das Gleiche denken wie ich: Hhm, gestern nacht ... - Hanna anrufen, fast vergessen - Yeah, das rockt aber, muß ich mal sehen, ob ich nachher noch die Platte ...
Aber müssen die dabei immer so grimmig gucken?
Wem das zu rätselhaft ist: Kontaktlinseneinsetzen für Profis, darum geht's.
Nach 10 Jahren Konaktlinsengebrauch angesichts beinah erschütternder Kurzsichtigkeit (-13 bzw. -13,5 Dioptrien - ja, ich fordere hier Mitleid! Mitleiden für meine halb in Blindheit verlebte Kindheit! Ich denke an Sportunterricht, in dem ich keine Brille trage durfte, wegen der Sicherheit, pah!, und deshalb beim Zweifelderball (Völkerball) beliebtes Abschußziel war, ich denke an Sprints, bei denen ich meine Brille verlor, ich denke an lustige Scherze wie "Komm, wir nehmen Julie die Brille weg und schauen, ob sie sie wiederfindet", ich denke an entwürdigende Brillengestelle, ich denke an Druckstellen hinterm Ohr, ich denke an Aussagen wie "Oho, sowas hatte ich ja noch nie" beim Optiker, ich denke daran, daß ich beim Anprobieren nie wirklich gesehen habe, wie ich aussehe, weil ja nur Fensterglas in der Brille war, ich ... wollte irgendwann Kontaktlinsen.)
Der Anbruch einer neuen Zeit, einer neuen Ära für die blinde Julie. Ich entdeckte das Gesichtsfeld. Die Tatsache, daß da noch mehr war an Welt hinter den vier Zentimetern Durchmesser meiner Brille traf mich wie ein Schlag. Großartig! Seitdem will ich nie wieder zurück.
Nun also Kontaktlinsen. Ich entwickelte mich mit den Jahren zu einer erstaunlich gewandten Konaktlinseneinsetzerin und -wechslerin. Beim Optiker staunen sie, wie schnell ich bin, quasi in Lichtgeschwindigkeit hab ich die Dinger draußen, sauber und wieder drin im Auge. Ich bin gut, so gut, daß inzwischen sogar zwei meiner Freundinnen Kontaktlinsen benutzen, die vorher nie damit klargekommen sind. Auch sie genießen ihre neue Freiheit.
UND HEUTE DAS - Tageslinsen! Monatslinsen sind ja schon glibbrige Scheißerchen, aber Tageslinsen, nee, hör mir auf! Wabbelig, am Finger klebend, umklappend. Sowas hab ich noch nicht erlebt. 34 Minuten hab ich gebraucht, die einzusetzen. So eine Schmach! Und ich dachte doch vorher, ich könnte alles, wüßte alles, hätte alle Techniken drauf, die geeignet sind, glitschige Teilchen in meine Augen zu befördern. Nichts da! Etwa einen Zentimeter im Durchmesser, hauchdünn, widerspenstig, - wenn ich's nicht besser wüßte, würde ich glatt denken, die hätten eine Seele. Eine evileye-mäßig schwarze Seele. Die hatten es auf mich abgesehen. Die wollten mich fertigmachen! Nicht mit mir, nicht mit mir!!!
Und heute abend kommt ihr in den Müll!!! Das ist meine Rache.
Nee, mag nich, kannich nich, machen anre viel bessa.
Doch, komm schon, mach mal!
Ooch, nee, fällt mir jetz ganichs ein, is ja nichs los, was mir so auffer Seele liecht. Also, wennich jetz unglücklich wär oda so, ja, dann, ann könntich aba, ja, dann würdich soga schreiben, dassisum Beispil schade is, wieviele Spielplätze, wo ich früha gespilt hab, nichmehr dasin, weil da jetze Häusa stehn, so häßliche Reihnhäusa. Undassich glaub, früha warn die Farbn anners, viel hella, aba in meina Erinnrung sinja auch meine alten Kindabächa viel schöna.
Sag mal, so ein Schmuddelkind bist du doch nicht, daß du hier so redest. Jetzt sprich mal ordentlich!
Naa, hhm, na gut.
So, du wolltest doch gerade -
Hhm, nee, jetz habbich keine Lust mehr. Vielleich morgn.
Fertig sehe ich heute aus, definitiv nicht die beste Version von mir, nee, heute nicht, sogar zu faul zum Haarewaschen war ich, wo ich doch so eitel bin. Also müde, und frustriert, die Arbeit stapelt sich, die Gefühle, die Stöckchen. Ich weiß gar nicht, was mich am meisten bedrückt. Zehn Minuten später renne ich wieder wie Grinsebacke persönlich durch die Gegend. Versteh einer die Weiber. Oder die Julie. Aber Sina kennt ja auch keiner.
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Das X-Chromosom in mir:
* liebt Taschen die zu Schuhen die zu Gürteln die zu Shirts die zum Wetter die zur Jahreszeit die zu mir passen
* hat alle fünf Minuten andere Laune
* möchte verheiratet sein
* macht sich nicht gern die Finger schmutzig
* hat sich so - mitmachen oder bleibenlassen!
* schaut gern niedlichen Tierchen dabei zu, wie sie sich putzen und kuscheln
* kuschelt selber gern
* fürchtet einen Badhairday mehr als Blasen an den Füßen - die sieht schließlich keiner
* möchte immer die Liebe sein, nicht das böse Mädchen, auch wenn das manchmal zu absurden Verrenkungen führt
* trinkt 3 Liter Wasser am Tag, weil das angeblich entschlackt und schlank macht - muß 'ne Lüge sein ...
* hat die GLAMOUR abonniert und leibt die Gilmore Girls
Das Y-Chromosom in mir:
* rülpst gern - hey, das befreit!
* guckt Frauen mit geilen Hintern sehr gern sehr lange genau dorthin (das Gleiche gilt für Ausschnitte, hhm, diese sanften Wölbungen ...)
* mag Alkohol (wenn auch nur wenig davon wirklich vertragen wird)
* steht auf Grunzmusik, das kann gar nicht derbe genug knüppeln, manchmal
* fickt lieber als zu kuscheln
* schlägt auch zurück
* fragt erst nach einigem Zögern nach dem Weg
* findet Katy Karrenbauer furchteinflößend
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* Der Wagen raste gegen einen Baum ... ja und? Hat Gott etwa wieder mit der Fernbedinung gespielt? War der Fahrer besoffen? (Darf ich auch mehr schreiben? Mach ich einfach
Muß wohl ein Brandenburger gewesen sein, man kennt das ja aus dem (?) Lied: Brandenburg, Brandenburg, in Brandenburg ist wieder einer in die Allee gegurkt.
* Die Frau setzte ihren Hut zurecht ... den hatte sie ihrem Liebsten gemopst. Schließlich regnete es, und frau will ja nicht, daß die Frisur ... Sah süß aus, die hübsche Frau mit einem viel zu großen Männerhut auf ihren kurzen Locken.
* Der Mann zündete eine Zigarrette an ... eigentlich hatte er sich mehr erhofft. Sollte das nicht alles auf Sex hinauslaufen? Und jetzt war sie weg und er schaute ihr vom Balkon hinterher: Blöde Tussi!
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Das Soundtrack of my life-Stöckchen:
* (Ein Stöckchen aus einem anderen Leben)
Soundtrack of my Life:
Wenn dein Leben ein Film wäre, was würde der Soundtrack sein?
Also, so geht’s:
1. Öffne deinen Musicplayer (iTunes, Winamp, Media Player, iPod etc.)
2. Stelle es auf Shuffle/ Random
3. Drücke “Play”
4. Schreibe für jede Antwort den Songtitel, der gerade gespielt wird, auf:
5. Drücke für jede neue Frage den “next” Button.
6. Lüge nicht und tue nicht so als ob du cool wärst… Tipp’s einfach ein!
* Vorspann: Pearl Jam - Given to Fly (via)
Das ist schön. Had a smoke in a tree. A human being was given to fly. Ich rauche zwar nicht, aber als Kind bin ich furchtbar gern auf Bäume geklettert. Ich habe mich da immer sehr geborgen gefühlt. Und das Beste war: Niemand hat mich gesehen dort oben in den Ästen.
* Aufwachen: Woven Hand - Make a Ring (anderer Song, aber auch groß)
Ich glaub, ich bleib noch liegen.
* Erster Schultag: Pearl Jam - Sad (via)
Das ist unfair. Ich hab zwar so meine Schwierigkeiten mit der Schule gehabt (Warum brauchen die ein Jahr, bis sie alle Buchstaben durchhaben? Was wollen die alle von mir?), aber auf die Einschulung hab ich mich gefreut wie sonst höchstens auf meinen Geburtstag.
* Verlieben: Mando Diao - How We Walk
Liebe? Das paßt ja. Schön.
* Das erste Mal: Sonic Youth - Rain on Tin (via)
Gather 'round. Gather fear. Gather again.
* Kampflied: Pearl Jam - Daughter (und ausgerechnet meine Lieblingsversion mit It's ok von Dead Moon hintendran! via)
Don't call me daughter, not fit to. - It's ok, you don't have to run and hide away.
* Schluss machen: Soundgarden - Incessant Mace (von der grandiosen UltraMegaOk, 1987)
Wenn es vorbei ist, ist es vorbei.
Ich hab noch nie Schluß gemacht.
* Abschlussball: Wellwater Conspiracy - Rebirth (WWC bei Letterman)
Wiedergeburt. Braucht wohl keine Lyrics.
* Leben: Pearl Jam - Save You (via) Hab ich schon erwähnt, daß von 65GB Musik auf meinem Rechner 45GB Pearl Jam-Bootlegs sind? Hier ist es eine Live-Version.
Der Song geht jedenfalls voll nach vorn, wenn das nicht das pralle Leben ist, hihi, yeah, da hüpf ich doch gleich durch die Wohnung, so toll ist das!
* Nervenzusammenbruch: Pearl Jam - Black (via)
Legs spread out before me as her body once did. Na, wer da nicht verzweifelt.
* Autofahren: Soundgarden - Heretic (eine B-Seite)
Ich hab gar keinen Führerschein.
* Flashback: Joanna Newsom - En Gallop! (Book of Right-On finde ich ja schöner)
* Wieder zusammenkommen: Sparta - From Now to Never (hier mal reinschauen?)
Hossa, jetzt geht's aber los, niemals mehr nicht, oder so.
* Hochzeit: Pearl Jam - Down (runter geht's!)
Ohoh, was soll mir das für meine romantischen Träume sagen?
* Geburt des ersten Kindes: Björk - Undo (do!)
Bereuen? Kommt nicht in Frage. So wie es ist, ist es gut!
* Endkampf: Jet - Put Your Money Where Your Mouth is (hier den Mund aufsperren)
* Todesszene: Pearl Jam - Inside Job (Profikiller?)
"Nein, ich will noch nicht sterben!" - "Peng!"
* Beerdigungslied: Björk - Crying (Bootleg 1994, hier würd ich auch heulen)
There's no one here. And people everywhere. (Haben übrigens die Queens of the Stone Age verbraten im Song Chemistry auf der Rated R) Crying cause I love you.
* Abspann: Sugarcubes - Lucky Night (Hit!)
* Und nun werf ich das Stöckchen weiter: Das Dreisatzstöckchen geht an Björn (komm, 9 Sätze, bitte!), das Musikstöckchen hätte ich gern vom Dan beantwortet und das XmyY-Ass-Stöckerl laß ich vergammeln, Herr Winkel hat es ja sowieso schon weggeschleudert.
Nachtrag: Da hat " href="http://www.nerdcore.de/wp/">jemand um stöckchenweise Beachtung gebeten. Gern doch!
ohne - atisches Syndrom oder so. Ich geh jetzt Post holen, auf Abeit, und träume:
ui, ganz leer in meinem Kopf. Zu wenig Schlaf. Zu -
hab ich schon immer so laute Schritte gehabt? Polterpolter stampf ...
was guckt die denn so doof? Blöde Kuh in deinem H&M-Shirt. Hhm, goldene Ballerinas, soll wohl glamourös sein. Ich rassel mal mit meinem Schlüssel, ist zwar 'ne armselige Masche, aber bevor ich hier auf der Toilette warte, bis ihr alle
fertig seid. - Ich hab ja einen Schlühüssel zum Klo, und Ihhhier nicht, ätschbätsch. Oh, dafür ist hier kein Klopapier, wie peinlich, angeben und dann über sowas Banales stolpern. Also wieder raus, wie fühlen sich meine Ohren an? - Nicht heiß, nicht rot. Gutgut! Mann, seh ich fertig aus.

Thilo ist Hertha-Fan. Damit ist für gestern eigentlich alles gesagt. 1:4.
Bitter, wenn man zum Geburtstag ein Ticket für das Spiel Hertha : Bremen geschenkt bekommt, alle Freunde einen sowieso schon aufziehen, weil sie entweder für Werder jubeln oder als Dauerkartenbesitzer schon gewohnt sind, daß die Hertha nichts reißen kann und dann geht es auch noch so deutlich 1:4 aus. Das ist nicht nur eben mal verloren, in den Boden gestampft bedeutet das.
Als das Interview mit Torte später im Fernsehen lief, sah ich, wie der traurige Thilo sein Bier noch etwas fester hielt. Wir haben ihn dann nach Hause gebracht.
Wen es, vielleicht auf dem Weg zum Kleinen Müggelsee, nach Müggelheim verschlägt, der sollte hier unbedingt haltmachen:
Lecker Burger, die vor Soße triefen, natürlich alles frisch, die "kleinen" Portionen haben ca. 120g Fleisch, kosten 1,50-1,90€ und verursachen schon Maulsperre, *grins*, die großen Burger sind in etwa mit dem hier zu vergleichen und sssoooooooooo lecker! Neben den Wahnsinnsburgern gibt es auch immer mal wieder American Cars zu bestaunen, schnieke Rockabilly-Typen und eine hothothot!!!-heiße Bedienung, finden wir übrigens beide, der Schatzmeister und ich. Also hin da, und Guten Appetit!
mir war grad so. Ist eine meiner Lieblingszeilen aus einem Funny van Dannen-Song, neben "An meinem Bett sitzt ein Engel, der noch nie im Himmel war".
Wo war ich? Ach ja, Pferd. Pferde sind doof. Die sind groß und gestört und die Äpfel, die die machen, stinken. Vielleicht gilt das "gestört" auch nur für Traber, aber (na, gemerkt? Traber, aber? dafür hab ich jetzt schon 13 Semester Germanistik studiert, die Steuergelder!). Mich hat mal so ein Vieh in die Lippe gebissen, wohl weil er, der Hengst, sich in meiner Brille spiegelte. Autsch!
Äh, ja, und wenn ich weiter so Blödsinn poste, denken alle, ich wär fett, blind, taub (wegen der Konzerte), doof (Semesterzahl), unterdrückt vom Schatzmeister und ständig besoffen.
Schön, daß man im Internet mal jemand ganz anderes sein darf!
René, die Wurfmaschine, hat mal wieder zugeschlagen. Sesam(straßen)stöckchen! Ich mag ja lieber Salzstangen, aber Aussuchen is' wohl nich. Na denn ma los:
Welchen Charakter aus der Sesamstraße fandest du am coolsten? - Graf Zahl, ganz klar. Und das Vieh in der Tonne. Heute noch.
Wen konntest du nicht leiden? - Nicht wen, sondern was: Alles, was deutsch war.
Kannst Du ein Lied aus der Sesamstraße auswendig? Welches? - Naja, auswendig ... anzitieren kann ich das:
Was hat dir die Sesamstraße beigebracht? - Daß "KEKSE!!!" immer eine prima Antwort ist.
Wer soll das Stöckchen bekommen? - Der Herr Winkel, der Jeriko, der Malcolm, der Herman und die Sophie, deren frühkindliche Sozialisation damit etwas beleuchtet werden könnte.
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